Pixel-Kamera verbinden: Bessere Videos mit zweiter Perspektive
- Bei einer Kamera muss es nicht bleiben: Dieses Pixel 11 Pro beispielsweise lässt sich mit diversen Kameras oder anderen Pixel-Telefonen erweitern, um in bestimmten Apps beim Filmen oder Streamen nahtlos zwischen zwei Perspektiven wechseln zu können.
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Pixel-Kamera verbinden. Pixel-Nutzer können mit einer externen Kamera mehr Perspektiven in Videos, Streams und Tutorials nutzen, wenn Gerät, App und Verbindung unterstützt werden.
Die Funktion „Verbundene Kameras“ auf Google-Pixel-Smartphones macht aus einem zweiten Gerät eine zusätzliche Aufnahmequelle. Das kann eine kompatible externe Kamera, eine Actioncam, eine Webcam oder ein weiteres Pixel-Smartphone ab Pixel 6 sein. Praktisch ist das vor allem, wenn eine Szene nicht nur aus der Handy-Perspektive aufgenommen werden soll.
Zu finden ist die Funktion in den Einstellungen unter „Verbundene Geräte“, „Verbindungseinstellungen“ und „Verbundene Kameras“. In unterstützten Apps erscheint dann eine Kameraauswahl. Darüber lässt sich eine externe Kamera hinzufügen, entfernen, trennen oder statt der Smartphone-Kamera verwenden.
Es funktioniert immer nur eine externe Kamera gleichzeitig
Die Verbindung ist bewusst begrenzt. Es lässt sich jeweils nur eine externe Kamera gleichzeitig mit dem Pixel-Smartphone koppeln. Ein Wechsel zwischen Smartphone-Kamera und externer Kamera ist aber möglich.
Auch der Ton richtet sich nach der aktiven Quelle. Aufgenommen oder live gestreamt wird der Ton über die Kamera, die gerade verwendet wird. Das ist wichtig, wenn das zweite Gerät weiter entfernt steht oder eine Actioncam am Helm, Lenker oder Stativ befestigt ist.
UVC-Standard und App-Unterstützung sind entscheidend
Damit die Funktion im Alltag nutzbar ist, müssen mehrere Bedingungen erfüllt sein. Nicht jede Kamera und nicht jede App kann automatisch eingebunden werden.
- Das externe Gerät muss den Standard USB Video Class, kurz UVC, unterstützen.
- Bei Pixel-A- und Pixel-10-Geräten sind andere Pixel-Smartphones nicht als externe Kamera vorgesehen.
- Die Funktion ersetzt keine systemweite Webcam-Funktion für alle Apps.
- Unterstützt werden laut Google unter anderem Facebook, YouTube, Instagram, Snapchat und TikTok.
Für Nutzer bedeutet das: Die Kameraauswahl erscheint nur dort, wo die jeweilige App die Funktion unterstützt. Wer eine externe Kamera vor allem für Videoanrufe oder bestimmte Spezial-Apps nutzen möchte, sollte daher auf die App-Kompatibilität achten.
Mehr Perspektiven helfen bei Tutorials, Sport und Live-Streams
Der größte Nutzen liegt in flexibleren Bildwinkeln. Eine Kamera kann die Totale zeigen, während das Pixel-Smartphone eine Nahaufnahme liefert. Bei Anleitungen, Dokumentationen oder kreativen Videos lassen sich so Perspektiven wechseln, ohne die Aufnahme zu unterbrechen.
Typische Einsatzbereiche sind:
- Tutorials, bei denen Hände, Werkzeug oder ein Gerät aus der Nähe gezeigt werden.
- Dokumentationen, bei denen eine Seitenansicht oder Totale zusätzlich Orientierung gibt.
- Live-Streams, in denen zwischen Hauptkamera und externer Perspektive gewechselt wird.
- Sport- und Trainingsaufnahmen, bei denen eine Kamera stationär steht und das Hauptgerät näher am Geschehen bleibt.
Für Sport- oder Actionaufnahmen ist eine Kabelverbindung oft unpraktisch. Deshalb kann die Kopplung mit verschiedenen GoPro-Actioncam-Modellen auch über Bluetooth funktionieren. Pixel-Smartphones können zudem über Androids Cross-Device-Dienste drahtlos miteinander kommunizieren, wenn der Dienst aktiviert ist und beide Geräte im selben Google-Konto angemeldet sind.
Weitere Details zu unterstützten Verbindungen und zur Einrichtung nennt die Google-Support-Seite. Entscheidend bleibt im Alltag, ob Kamera, Pixel-Modell und App zusammenpassen. Dann kann die zweite Kamera ohne zusätzliche Studiotechnik eine sichtbar andere Perspektive liefern. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |