Phishing bei der Steuer: Diese Merkmale entlarven Mails
- Die Verbraucherzentrale warnt vor Phishing-Mails, die angeblich von Elster oder anderen Steuerprogrammen stammen und versuchen, Daten von Verbraucherinnen und Verbrauchern zu erbeuten.
- Foto: dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Steuererklärung 2026. Gefälschte Steuer-Mails lassen sich oft an unpersönlicher Anrede, verdächtiger Absender-Adresse und der Aufforderung erkennen, Kontodaten über einen Link zu aktualisieren. Rund um die Abgabefrist am Freitag, 31. Juli, nutzen Kriminelle den Zeitdruck bei der Steuererklärung aus, wie die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg erklärt.
Die Mails wirken auf den ersten Blick täuschend echt. Sie enthalten laut Verbraucherschützern offiziell wirkende Steuernummern und den Hinweis, im Portal liege eine neue Benachrichtigung bereit. Um diese angeblich zu öffnen, sollen Empfänger das Konto aktualisieren und synchronisieren und dafür persönliche Daten eingeben.
Verdächtig sind Anrede, Absender und der Link
Spätestens bei dieser Aufforderung lohnt ein genauer Blick. Hinweise auf einen Betrugsversuch können nach Angaben der Verbraucherzentrale die Anrede und die tatsächliche Absender-Adresse liefern. Häufig beginne die Nachricht nur mit einem „Hallo“ statt mit einer persönlichen Anrede. Außerdem erscheine neben dem echt wirkenden Absendernamen oft eine E-Mail-Adresse, die zu einem vermeintlichen Sicherheitsunternehmen aus Spanien gehört.
Wer Elster oder andere Steuerprogramme nutzt, kann neue Mitteilungen direkt im jeweiligen Portal prüfen. Oliver Buttler von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg rät: «Wer für seine Steuererklärung das Portal Elster oder ähnliche Steuersoftware nutzt, sollte sich am besten direkt dort einloggen und dort prüfen, ob es neue Benachrichtigungen gibt».
- Links in solchen Mails gelten als typisches Risiko.
- Anmeldedaten und Passwörter gehören nicht in Formulare aus E-Mails.
- Nach einer Dateneingabe kann es sinnvoll sein, Passwörter zu ändern und Kontobewegungen genau zu beobachten.
Damit bleibt die praktische Konsequenz vor allem vor dem Fristende klar. Steuer-Nachrichten sollten besser direkt im offiziellen Portal geprüft werden statt über einen Mail-Link. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |