ÖKO-TEST Deosprays ohne Aluminium: Viele überzeugen
- Öko-Test hat verschieden Deosprays getestet.
- Foto: georgerudy/stock.adobe.com
- hochgeladen von Sarah Isele
Öko-Test. Deo gehört für viele Menschen zur Morgenroutine. Bei aluminiumfreien Deosprays ist die Auswahl groß, und der Öko-Test zeigt: Viele Produkte sind empfehlenswert, aber nicht alle halten, was sie versprechen.
ÖKO-TEST hat in Ausgabe 07/26 30 Deosprays ohne Aluminium geprüft, vor allem Produkte für Frauen und Unisex-Deos. 16 schnitten mit „sehr gut“ ab, zwei mit „gut“. Elf Produkte kamen auf „befriedigend“, ein Deo erhielt nur die Note „ausreichend“.
Auffällig waren vor allem problematische Duftstoffe, fragwürdige oder nicht ausreichend belegte Wirkdauer-Versprechen und in einem Fall auch ein erhöhter Aluminiumbefund trotz Auslobung ohne Aluminiumsalze. Wer ein Deo für empfindliche Haut sucht, sollte zudem auf deklarationspflichtige allergene Duftstoffe achten.
Diese Deos fielen im Test besonders auf
- Alterra Deo-Spray Bio-Salbei: Gesamturteil „sehr gut“
- Elkos Body Fresh Deodorant: Gesamturteil „sehr gut“
- Lacura Body Deodorant pure basic: Gesamturteil „gut“
- Tesori d’Oriente Ikigai aromatisches Parfum Deodorant: Gesamturteil „ausreichend“
- Alviana 24h Protect Deospray: Gesamturteil „befriedigend“
Der größte Kritikpunkt im Test betrifft ausgerechnet das, womit Deos werben: ihren Duft und ihre angebliche Schutzdauer. Mehrere Hersteller konnten Angaben wie 24, 48 oder sogar 72 Stunden Geruchsschutz nicht ausreichend mit passenden Studien belegen. Das führte teils zu deutlichen Abwertungen.
Besonders kritisch sieht ÖKO-TEST Werbeaussagen, die eine lange oder wissenschaftlich belegte Wirkung nahelegen, wenn dafür keine überzeugenden Nachweise vorliegen. Das betraf nicht nur konkrete Stundenangaben, sondern auch Formulierungen wie „langanhaltend“ oder „Langzeitwirkung“.
Kritische Duftstoffe und ein auffälliger Moschusduft
Das schwächste Produkt im Test, Tesori d’Oriente Ikigai aromatisches Parfum Deodorant, enthält den synthetischen Moschusduft Galaxolid. Der Stoff reichert sich im Fettgewebe an und steht im Verdacht, das Hormonsystem zu beeinträchtigen. Deshalb blieb es bei diesem Deo nur bei „ausreichend“.
Beim Alviana 24h Protect Deospray fiel der Duftstoff Cinnamylalkohol negativ auf, der Allergien auslösen kann. Weitere allergene Duftstoffe wurden zwar in mehreren Produkten nachgewiesen oder deklariert, aber nicht in jedem Fall abgewertet. Für empfindliche Haut bleibt der Blick auf die Inhaltsstoffliste trotzdem sinnvoll.
Auch PEG-Verbindungen spielten im Test eine Rolle. Sie wurden unter anderem im Tesori d’Oriente-Deo und im Nivea Fresh Natural kritisiert, weil sie die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen können.
Ein Deo mit Aluminium trotz Werbeaussage
Im Garnier Mineral pure Frische fand das Labor Aluminium in einer Menge, die aus Sicht von ÖKO-TEST über bloße Spuren hinausgeht. Auf der Verpackung steht zwar „0 % Aluminiumsalze“, nicht aber „0 % Aluminium“. Aus Verbrauchersicht kann diese Aussage trotzdem missverständlich sein.
Als mögliche Quelle gilt das enthaltene Mineral Perlite, das unter anderem Aluminiumoxide enthalten kann. Das Produkt wurde deshalb bei den weiteren Mängeln abgewertet. Auch Silikone im Garnier-Deo wertete ÖKO-TEST ab, weil sie schwer biologisch abbaubar sein können.
Wer mehr Details zum Test nachlesen möchte, findet sie bei ÖKO-TEST (kostenpflichtig).
Was im Alltag wichtig ist
Für die Anwendung gilt: Deo am besten auf gereinigte, trockene Haut sprühen und nach der Rasur etwas warten, besonders wenn Alkohol enthalten ist. Ein kurzer Sprühstoß aus etwa 15 Zentimetern Abstand reicht aus, eine große Deowolke ist unnötig.
Im Sommer sollten Sprays mit Treibgasen wie Propan oder Butan nicht im Auto liegen bleiben. Schon bei hohen Temperaturen im Innenraum können die Dosen gefährlich werden. Eingekauft wurden die Testprodukte von März bis April 2026.
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.