Niedrigwasser in Rheinland-Pfalz: Rhein-Tiere unter Druck

Niedrigwasser ist nicht nur ein Problem für die Schifffahrt, sondern Naturschützern zufolge auch ein Alarmsignal für die Natur.  | Foto: Thomas Frey/dpa
  • Niedrigwasser ist nicht nur ein Problem für die Schifffahrt, sondern Naturschützern zufolge auch ein Alarmsignal für die Natur.
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Rheinland-Pfalz. Anhaltendes Niedrigwasser setzt Flüsse im Land unter Druck und kann auch Folgen für Schifffahrt und Wirtschaft haben. Nach Einschätzung des Nabu Rheinland-Pfalz geraten vor allem Fische, Muscheln und Amphibien zunehmend in Bedrängnis.

Mit sinkenden Wasserständen erwärmen sich Flüsse schneller. Gleichzeitig nimmt der Sauerstoffgehalt ab. Schad- und Nährstoffe werden schlechter verdünnt. Das kann die Wasserqualität verschlechtern und Algenblüten begünstigen.

Für viele Tiere bedeutet das erheblichen Hitze- und Sauerstoffstress. Empfindliche Arten verlieren Rückzugs- und Laichräume oder sterben ab. Auch Ufer- und Auenlebensräume trocknen aus. Damit verlieren sie wichtige Funktionen als Wasserspeicher und als Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Lage am Rhein spitzt sich früh zu

Nach Angaben von Experten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Rhein verschärft sich die Niedrigwasserlage am Rhein in diesem Jahr ungewöhnlich früh. Typisch dafür seien eher Spätsommer und Herbst. In den vergangenen Tagen der Hitzeperiode wurden an mehreren Rheinpegeln historisch niedrige Werte gemessen, darunter in Kaub und Worms.

Der Nabu verweist neben den ökologischen Folgen auch auf wirtschaftliche Auswirkungen. Niedrigwasser kann Transportwege einschränken, Lieferketten bremsen und Kosten erhöhen. Der Verband sieht darin ein Zeichen dafür, dass Natur und Wirtschaft eng miteinander verbunden sind.

Forderung nach widerstandsfähigeren Flüssen

Um Niedrigwasserphasen abzumildern, fordert der Verband naturnähere Gewässer, wiederhergestellte Auen und Landschaften, die Wasser länger speichern. Die Renaturierung von Flüssen und Auen sei ein wichtiger Baustein für Klimaresilienz, Hochwasserschutz und den Erhalt der biologischen Vielfalt. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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