Muttermilch richtig aufbewahren: Diese Fehler sollten Sie vermeiden
- Abgepumpte Muttermilch soll innerhalb von vier Tagen ans Baby verfüttert werden. Ist absehbar, dass sie erst zu einem späteren Zeitpunkt verfüttert wird, sollte sie eingefroren werden. (zu dpa: «Ein Stück Mama: Muttermilch sicher abpumpen und aufbewahren»)
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Muttermilch abpumpen. Abgepumpte Muttermilch verschafft stillenden Müttern im Alltag Flexibilität, etwa bei Terminen, wunden Brustwarzen oder geplantem Abstand zum Baby. Wer einige Hygieneregeln beachtet, kann die Milch sicher lagern und ohne Qualitätsverlust nutzen. Das Netzwerk „Gesund ins Leben“ fasst zusammen, worauf es dabei ankommt.
Saubere Hände sind die wichtigste Grundlage. Vor dem Abpumpen sollten Hände und Fingernägel gründlich mit Wasser und Seife gewaschen werden. Zum Abtrocknen eignen sich Papierhandtücher oder täglich gewechselte Stoffhandtücher. Eine spezielle Reinigung von Brust oder Brustwarzen ist nicht notwendig.
Gut vorbereitetes Abpumpen reduziert Keime
Pumpzubehör und Auffangbehälter sollten sauber gespült bereitstehen. Idealerweise wird die Milch direkt in das Gefäß abgepumpt, in dem sie später auch aufbewahrt wird. Das vermeidet zusätzliche Keimquellen beim Umfüllen, erklärt das Netzwerk „Gesund ins Leben“.
Beim Abpumpen wird der passende Pumpaufsatz mittig auf die Brustwarzenregion gesetzt. Elektrische Pumpen starten mit niedriger Saugstärke und hoher Frequenz, um das schnelle Saugen eines Säuglings nachzuahmen. Sobald die Milch fließt, wird die Frequenz reduziert und das Vakuum erhöht. Welche Einstellung angenehm und effektiv ist, unterscheidet sich von Frau zu Frau.
Reinigung nach jedem Gebrauch
Nach dem Abpumpen werden Pumpset und Behälter mit Spülmittel und heißem Wasser gereinigt, anschließend gründlich abgespült und getrocknet. Alternativ ist eine Reinigung in der Spülmaschine bei mindestens 65 Grad möglich. Höhere Temperaturen sind nicht erforderlich, niedrigere gelten als nicht ausreichend.
Kühlen und Lagern der Muttermilch
Frisch abgepumpte Milch sollte sofort gekühlt werden, am schnellsten unter kaltem fließendem Wasser. Anschließend gehört sie in den kältesten Bereich des Kühlschranks, idealerweise an die Rückwand nahe dem Kühlaggregat. Die Kühlschranktür ist ungeeignet, da dort stärkere Temperaturschwankungen auftreten.
Zur Aufbewahrung eignen sich Glasflaschen oder Kunststoffbehälter in Lebensmittelqualität, die als BPA-frei gekennzeichnet sind. Bei Temperaturen von vier bis sechs Grad hält sich frische Muttermilch bis zu vier Tage. Ohne Kühlung kann sie bei 15 bis 25 Grad Raumtemperatur sechs bis acht Stunden stehen und sollte dann direkt verfüttert werden.
Einfrieren lohnt sich bei längerer Aufbewahrung
Wenn absehbar ist, dass die Milch nicht innerhalb weniger Tage benötigt wird, empfiehlt sich das Einfrieren. Bei minus 18 Grad oder kälter ist eine Lagerung über mehrere Monate möglich. Auch wenn sich die Zusammensetzung der Muttermilch mit dem Alter des Kindes verändert, gilt laut „Gesund ins Leben“: Für einzelne Mahlzeiten oder kurze Übergangszeiten ist aufgetaute Milch aus früheren Wochen unproblematisch.
Da sich Flüssigkeit beim Gefrieren ausdehnt, sollte im Behälter ein Luftraum von etwa zwei bis drei Zentimetern bleiben. Spezielle Muttermilchbeutel sparen Platz, sind jedoch nur einmal verwendbar. Eine Datumsbeschriftung hilft, den Überblick zu behalten. Gekühlte frische Milch kann zudem zu bereits gefrorener Milch gegeben werden, sofern der Behälter danach sofort wieder eingefroren wird.
Schonendes Auftauen erhält die Qualität
Gefrorene Muttermilch taut am besten langsam im Kühlschrank über etwa zwölf Stunden oder bei Raumtemperatur innerhalb weniger Stunden auf. Zum Erwärmen eignet sich lauwarmes Wasser bis maximal 37 Grad, ein Wasserbad oder ein Flaschenwärmer. Eine Mikrowelle ist ungeeignet, da dabei Nährstoffe zerstört werden können und sich Keime ungleichmäßig vermehren könnten. So bleibt abgepumpte Muttermilch auch außerhalb des Stillens eine verlässliche Option im Familienalltag. dpa/red
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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