Mit dieser 70/30-Regel sieht dein Beet ganzjährig ordentlich aus
- Wenn ein Beet nach der Blüte kahl wirkt, sorgen Ziergräser als Grundstruktur dafür, dass die Fläche weiter geschlossen und gepflegt aussieht.
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70/30-Regel. Ein Beet wirkt auch dann noch geschlossen und ordentlich, wenn viele Stauden schon verblüht sind, wenn der Flächenanteil klar verteilt ist.
Gerade in Gärten, die pflegeleicht aussehen sollen, entsteht der „Lücken-Effekt“ oft nach der Hauptblüte. Gräser fangen diese ruhigen Phasen ab, weil sie über lange Zeit Struktur geben und nicht so stark vom Blütenstand abhängen.
Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) nennt dafür eine einfache Faustregel, die Landschaftsgärtner in grasbetonten Gärten häufig nutzen: rund 70 Prozent Gräser und 30 Prozent blühende Pflanzen. Die Idee dahinter ist eine dauerhaft tragende Grundstruktur aus Gräsern, ergänzt durch farbige Akzente.
Warum Gräser im Beet so zuverlässig „tragen“
Gräser kommen weltweit in sehr unterschiedlichen Regionen vor und gelten als anpassungsfähig. Nach Einordnung des BGL finden sie sich sogar in Gegenden mit extremen Wetterbedingungen, etwa in Wüsten und Steppen, an windigen Küsten und Dünen oder in feuchten Bereichen wie Sümpfen und an Teichen. Diese Robustheit macht sie im Garten zu einer stabilen Basis, wenn eine Pflanzung auch ohne Dauerblüte stimmig wirken soll.
Dazu kommt die große Bandbreite an Optik. Laut BGL gibt es Gräser mit sehr unterschiedlichen Wuchsformen und Farben, von schmal bis flauschig sowie mit Halmen und Blättern in Blau, Rot, Weiß oder fast Schwarz, teils gestreift oder gefleckt. Dadurch lassen sich Kontraste erzeugen, auch wenn gerade wenig blüht.
So lässt sich die 70/30-Regel praktisch umsetzen
Für die Planung hilft ein einfacher Blick auf Flächen und Wirkung, nicht auf einzelne Pflanzen.
- Grundfläche zuerst mit Gräsern denken: Der größere Anteil sorgt für ein ruhiges Gesamtbild und verdeckt Leerstellen, wenn Stauden ihre Blütephase hinter sich haben.
- Blütenpflanzen als Akzente setzen: Der kleinere Anteil bringt Farbe, ohne dass das Beet nach dem Abblühen „ausfranst“.
- Mit Formen spielen: Hohe und schmale Gräser wirken anders als breite oder weich fallende Sorten. Das kann gezielt mit kompakten oder auffälligen Stauden kombiniert werden.
- Standortwirkung nutzen: Je nach Beetlage, etwa sonnig, windig oder feuchter, lassen sich Gräser als verlässliche Strukturgeber einsetzen, weil viele Arten an unterschiedliche Bedingungen angepasst sind.
In der Praxis entsteht so eine Pflanzung, die nicht nur in der Blütezeit, sondern über die Saison hinweg geordnet und voll wirkt.
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Laura Lüttmann aus Neustadt/Weinstraße |
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