Mehr Sicherheit fürs Rad: Vom Schloss bis zum GPS-Tracker – Schutz leicht gemacht

Kurz mal abschließen, lange Freude behalten: Mit einem massiven Bügel- oder Kettenschloss das Fahrrad immer am Rahmen an etwas Festem sichern – nicht nur am Rad. | Foto: dpa
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Fahrrad vor Diebstahl schützen. Schon einfache Maßnahmen können verhindern, dass ein abgestelltes Fahrrad verschwindet. Wer Rahmen, Räder und Standort richtig sichert, erschwert Dieben den Zugriff deutlich. Darauf weisen die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes sowie der ADAC hin.

Ein typisches Szenario. Der Ausflug mit dem Fahrrad endet gut gelaunt am Ziel. Doch beim Zurückgehen ist der Stellplatz leer. Fahrraddiebe haben es nicht nur auf teure E‑Bikes abgesehen. Auch klassische Fahrräder werden regelmäßig gestohlen, wenn sie schlecht gesichert sind.

Stabile Schlösser und feste Anschließpunkte sind entscheidend

Entscheidend ist vor allem die Kombination aus einem stabilen Schloss und einem festen Anschließpunkt. Empfohlen werden massive Bügel-, Stahlketten- oder Panzerkabelschlösser. Sie sollten groß genug sein, um das Fahrrad an einem fest verankerten Objekt wie einem Fahrradständer oder stabilen Geländer anzuschließen.

Mehr Sicherheit entsteht oft durch die Kombination mehrerer Schlösser. Unterschiedliche Schlosstypen erhöhen den Aufwand für Diebe. Welche Modelle gut abschneiden, zeigen regelmäßig Tests etwa in Fachzeitschriften oder bei der Stiftung Warentest.

Wichtig ist auch der richtige Anschließpunkt. Dünne Zäune, lockere Pfosten oder leicht demontierbare Elemente bieten kaum Schutz. Selbst ein stabiles Schloss hilft wenig, wenn das Objekt, an dem das Fahrrad befestigt ist, leicht entfernt werden kann.

Beim Anschließen sollte das Schloss nicht nur durch Vorder- oder Hinterrad geführt werden. Auch der Rahmen gehört mit an den festen Gegenstand. Andernfalls können Diebe das Rad ausbauen und den Rest des Fahrrads mitnehmen.

Auch das reine Abschließen eines Rades ohne feste Verbindung reicht nicht aus. Wird das Schloss nur durch ein Rad gezogen, lässt sich das Fahrrad problemlos wegtragen oder verladen. Besonders bei E‑Bikes lohnt sich zusätzlich ein Blick auf den Akku. Abnehmbare Akkus und anderes Zubehör sollten ebenfalls gesichert werden, da integrierte Radschlösser häufig keinen ausreichenden Schutz bieten.

Kleine Bauteile und Zubehör nicht unbeaufsichtigt lassen

Neben dem ganzen Fahrrad sind auch einzelne Teile gefragt. Schnell abnehmbare Komponenten werden oft zuerst gestohlen. Dazu gehören unter anderem:

  • Sättel mit Schnellspanner
  • abnehmbare Stecklichter
  • Radcomputer oder Displays

Solche Teile werden am besten entfernt, bevor das Fahrrad länger unbeaufsichtigt bleibt.

Auch der Standort spielt eine Rolle. Belebte und gut beleuchtete Plätze gelten als weniger attraktiv für Diebe als abgelegene und dunkle Abstellorte.

Zusätzliche Sicherheit kann ein unauffällig montierter GPS‑Tracker bieten. Das Gerät sendet eine Meldung ans Smartphone, wenn das Fahrrad bewegt wird. Gleichzeitig lässt sich der Standort des Fahrrads verfolgen.

Damit ein wiedergefundenes Fahrrad seinem Besitzer zugeordnet werden kann, helfen eindeutige Merkmale. Dazu gehören die individuelle Rahmennummer oder eine Codierung. Wichtige Daten wie Hersteller, Modell oder Typ lassen sich außerdem in einem Fahrradpass notieren. Viele Händler stellen ein solches Dokument bereits beim Kauf aus und informieren auch über Möglichkeiten zur Codierung. Insgesamt zeigen diese Maßnahmen. Schon mit wenigen Handgriffen lässt sich das Risiko eines Fahrraddiebstahls deutlich senken. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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