Mehr Hospize in Rheinland-Pfalz: Was Angehörige wissen sollten
- Hospize sind auf Ehrenamtliche und Spenden angewiesen. (Symbolbild)
- Foto: Hannes P. Albert/dpa
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Rheinland-Pfalz. Wer schwerstkrank ist oder Angehörige begleitet, findet in Rheinland-Pfalz ein wachsendes Netz aus stationären und ambulanten Hospizangeboten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es für Erwachsene derzeit 22 stationäre Hospize im Land. Fünf weitere Einrichtungen sind in Planung oder bereits im Bau.
Ein stationäres Hospiz kommt nach Schätzungen bei vier bis fünf Prozent aller Sterbefälle als Sterbeort in Betracht. Erwachsene bleiben dort im Durchschnitt 22 bis 38 Tage. Ziel der Hospizarbeit ist es, schwerstkranken und sterbenden Menschen in der letzten Lebensphase eine möglichst würdevolle Begleitung zu ermöglichen.
Ambulante Hilfe ist für viele Familien zentral
Zusätzlich zu den stationären Einrichtungen gibt es nach Angaben der AOK 46 ambulante Hospizdienste in Rheinland-Pfalz. Sie begleiteten im vergangenen Jahr mehr als 5.300 Patientinnen und Patienten engmaschig, vertrauensvoll und verantwortungsbewusst. Die AOK will die ambulante Sterbebegleitung im Land auch in diesem Jahr mit mehr als 3,3 Millionen Euro unterstützen.
Gesundheitsminister Clemens Hoch sagte: „Hospizarbeit bedeutet, schwerstkranken und sterbenden Menschen am Ende ihres Weges, in der letzten Lebensphase, zur Seite zu stehen“. Die Arbeit werde ganz wesentlich von Ehrenamtlichen getragen. Nach Angaben des Ministers wird dem Wunsch vieler Menschen entsprechend vorrangig eine ambulante Betreuung angestrebt, damit die letzte Lebensphase im häuslichen Umfeld möglich bleibt.
Ein Kinderhospiz gibt es in Mainz
Für schwerstkranke Kinder und Jugendliche gibt es in Rheinland-Pfalz ein Kinderhospiz. Es befindet sich in Mainz. Nach Angaben des Ministeriums sind Kinderhospize Rückzugsorte für schwerstkranke Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien. Dort können sie sich für eine begrenzte Zeit von den Strapazen der Pflege zu Hause erholen.
Der Bau stationärer Hospize wird nach Ministeriumsangaben größtenteils über Spenden oder andere nicht öffentliche Mittel finanziert. Das Land Rheinland-Pfalz gewährt in Ausnahmefällen einen Zuschuss von 30.000 Euro. Die laufenden Kosten eines Hospizaufenthalts übernehmen zu 95 Prozent die Krankenkassen. Die übrigen 5 Prozent werden aus privaten Mitteln getragen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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