Mehr als 1200 Hitzetote in Rheinland-Pfalz: RKI meldet Rekord
- Hitze tötet: In Rheinland-Pfalz bereits mehrere Hundert Menschen dieses Jahr. (Symbolbild)
- Foto: Thomas Warnack/dpa
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Rheinland-Pfalz. Die starke Hitze hat in Rheinland-Pfalz laut Robert Koch-Institut in diesem Jahr bereits zu mehr als 1200 zusätzlichen Todesfällen geführt. Nach der aktuellen RKI-Schätzung starben bis zum 19. Juli 1230 Menschen hitzebedingt.
Damit liegt der Wert schon jetzt über jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016. Selbst das bisher besonders belastete Jahr 2018, das in den vergangenen zehn Jahren den Höchststand markierte, kam im gesamten Jahr nur auf rund 570 hitzebedingte Todesfälle.
Umgerechnet sind das in Rheinland-Pfalz 29,3 hitzebedingte Todesfälle je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Im vergangenen Jahr lag dieser Wert bei 6,5. Der bisher höchste Jahreswert der vergangenen zehn Jahre wurde 2022 mit geschätzten 12,7 Fällen pro 100.000 Einwohner erreicht.
RKI meldet auch bundesweit ungewöhnlich hohe Werte
Deutschlandweit schätzt das RKI die Zahl der hitzebedingten Todesfälle bis zum 19. Juli auf 9800. Auch das ist bereits mehr als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016. Der bisher höchste Wert der vergangenen zehn Jahre wurde 2018 mit rund 9000 Hitzetoten im gesamten Jahr verzeichnet.
Die Schätzungen stützen sich laut RKI auf das Monitoring der Sterbefallzahlen des Statistischen Bundesamtes und auf Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes. Das Institut weist dabei auf eine größere Unsicherheit hin. Ein Großteil der hitzebedingten Todesfälle des Jahres entfällt demnach auf die heißen Tage in der zweiten Junihälfte, als während einer Hitzewelle vielerorts Temperaturen um 40 Grad erreicht wurden. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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