Mazda CX-6e im Alltag: Schneller laden im E-SUV
- Der Mazda CX-6e soll dem VW ID.4 und dem Renault Scénic Konkurrenz machen.
- Foto: Mazda/dpa-mag
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Mazda CX-6e. Der neue Elektro-SUV ist für Autofahrer interessant, die Platz, schnelle Ladepausen und eine Reichweite von 484 Kilometern nach Norm in einem Mittelklassemodell suchen. Mit 49.990 Euro startet der 4,85 Meter lange CX-6e auf dem Niveau ähnlich großer Mazda-Modelle mit Diesel oder Plug-in-Hybrid. Damit wird der Stromer vor allem dort vergleichbar, wo Kaufpreis, Ladezeit und Kofferraum im Alltag entscheidend sind.
Mazda bringt den CX-6e im Herbst zu den Händlern. Er tritt gegen Modelle wie VW ID.4 und Renault Scénic an, fährt aber mit Heckantrieb, 190 Kilowatt und 258 PS sowie einer Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h etwas eigenständiger als viele elektrische Familien-SUV.
Die Ladezeit ist wichtigster Fortschritt
Für den Alltag zählt beim CX-6e vor allem die neue Elektrotechnik. Der Akku hat 78 Kilowattstunden Kapazität und ermöglicht nach Herstellerangaben bis zu 484 Kilometer Normreichweite. An einer Wallbox lädt das Auto mit 11 Kilowatt, was für das Laden über Nacht meist reicht, aber hinter manchen Wettbewerbern mit 22 Kilowatt zurückbleibt.
Deutlich wichtiger für lange Fahrten ist die Gleichstrom-Ladeleistung. Mazda nennt hier bis zu 195 Kilowatt. Damit soll der Akku von 10 auf 80 Prozent in 24 Minuten laden. Für Urlaubsfahrten oder Pendelstrecken mit gelegentlichem Schnellladen ist das ein großer Unterschied zum bisherigen Mazda-Einstieg in die Elektromobilität.
Platz und Preis machen den CX-6e familientauglich
Der CX-6e ist 4,85 Meter lang und hat 2,90 Meter Radstand. In der zweiten Reihe reicht der Platz damit auch für Erwachsene. Der Kofferraum fasst 468 bis 1.434 Liter. Unter der vorderen Haube kommen 83 Liter Frunk hinzu, etwa für Ladekabel oder Kleinkram.
Bei den wichtigsten Alltagsdaten ergibt sich folgendes Bild:
- Preis: ab 49.990 Euro
- Reichweite: bis zu 484 Kilometer nach Norm
- Schnellladen: 10 bis 80 Prozent in 24 Minuten nach Herstellerangaben
- Antrieb: Heckantrieb mit 190 Kilowatt und 258 PS
- Beschleunigung: 0 auf 100 km/h in 7,9 Sekunden
- Verbrauch: 18,9 Kilowattstunden je 100 Kilometer
Cockpit wird deutlich digitaler
Im Innenraum bricht Mazda mit der bisherigen Zurückhaltung bei der Digitalisierung. Statt vieler klassischer Knöpfe gibt es ein großes Display mit fast 27 Zoll, 5k-Auflösung und getrennter Nutzung für Fahrer und Beifahrer. Informationen und Unterhaltung lassen sich damit stärker trennen als in älteren Mazda-Modellen.
Klassische Instrumente hinter dem Lenkrad gibt es nicht mehr. Die wichtigsten Fahrdaten erscheinen im Head-up-Display in der Frontscheibe. Optional sind digitale Außenspiegel mit Kameras in den Kotflügeln und Bildschirmen in den Türen erhältlich. Das kann die Bedienung moderner machen, verlangt aber auch Umgewöhnung.
Fahrgefühl bleibt ein Mazda-Argument
Entwickelt wurde der CX-6e nicht allein in Japan, sondern gemeinsam mit dem chinesischen Hersteller Changan in China. Laut dpa-Informationen nutzt Mazda die technische Basis dieser Kooperation, stimmt das Auto aber spürbar auf das eigene Fahrgefühl ab. Die Federung fällt straffer aus, die Lenkung direkter und die Höchstgeschwindigkeit liegt mit 185 km/h höher als bei vielen Konkurrenten.
Für Käufer zählt am Ende weniger die Herkunft der Plattform als das Gesamtpaket aus Preis, Ladeleistung, Platz und Bedienung. Der CX-6e wirkt deshalb wie der erste elektrische Mazda, der nicht nur auffallen will, sondern im Familienalltag eine realistische Alternative sein kann. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |