Marderschäden am Auto vermeiden: So ist der Motorraum geschützt
- Marder sehen niedlich aus, sind aber kleine Raubtiere und können auch am Auto einigen Schaden anrichten.
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Marderschäden am Auto vorbeugen. Zerbissene Kabel, Schläuche oder Dämmmatten können teure Reparaturen verursachen. Besonders im Frühjahr und Sommer landen Steinmarder häufig im Motorraum parkender Autos. Mit einigen Schutzmaßnahmen lässt sich das Risiko deutlich verringern.
Marder wirken harmlos, richten an Fahrzeugen aber regelmäßig Schäden an. Sie knabbern Kabel, Gummiteile und Dämmmaterialien an. Laut Deutschem Jagdverband beginnt die typische Mardersaison bereits im März. Dann markieren Steinmarder-Männchen Motorräume mit Duftstoffen, um ihr Revier zu kennzeichnen. Im Sommer nutzen die Tiere den geschützten Bereich zusätzlich als Unterschlupf oder Vorratslager. Dort finden sich manchmal sogar Eier, Würste oder Fleischreste.
Problematisch wird es, wenn ein Tier den Geruch eines Rivalen wahrnimmt. Das kann passieren, wenn ein Auto von einem Revier in ein anderes fährt und dort abgestellt wird. Der örtliche Marder reagiert dann aggressiv auf die fremde Duftspur und verbeißt sich in Kabel oder Schläuche.
Typische Spuren eines Marders im Motorraum
Vor allem Fahrzeuge, die regelmäßig im Freien stehen, können betroffen sein. Der Auto Club Europa nennt mehrere Hinweise auf Marderbesuche:
- Pfotenabdrücke auf dem Auto oder im Motorraum
- Bissspuren an Kabeln und Schläuchen
- Zerfetzte Dämmmatten oder lose Leitungen
- Ungewöhnliche Gerüche
Auch technische Probleme können auf Schäden hindeuten. Dazu zählen ein unruhiger Motorlauf, austretende Flüssigkeiten, Startprobleme oder Warnmeldungen des Motormanagements. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, das Fahrzeug zunächst stehen zu lassen und eine Werkstatt prüfen zu lassen, um Folgeschäden zu vermeiden.
Diese Maßnahmen können den Motorraum schützen
Marder gelangen meist über den Unterboden in den Motorraum. Verschiedene Schutzsysteme können den Zugang erschweren oder die Tiere abschrecken:
- Motorraum-Abschottungen oder spezielle Motorwannen
- Drahtmatten unter dem Fahrzeug, die Marder ungern betreten
- Schutzummantelungen für empfindliche Kabel
- Ultraschallgeräte mit wechselnden Frequenzen
- Elektrische Marderschutzanlagen mit Kontaktplatten
Einige Fahrzeuge bieten solche Lösungen bereits ab Werk. Für andere Modelle lassen sie sich nachrüsten. Fachleute empfehlen meist eine Installation in einer Werkstatt. Eine Motorwäsche kann außerdem vorhandene Duftmarken kurzfristig entfernen.
Versicherung zahlt oft, aber nicht immer vollständig
Wer Schäden entdeckt, sollte diese dokumentieren und fotografieren. In vielen Fällen übernimmt eine Teil- oder Vollkaskoversicherung die Kosten für Marderbisse. Der Leistungsumfang kann sich jedoch unterscheiden. Manche Policen ersetzen nur direkt beschädigte Teile, andere decken auch Folgeschäden ab.
Bei modernen Fahrzeugen kann das teuer werden. Wird etwa ein Hochvoltkabel eines Elektroautos beschädigt, müssen unter Umständen komplette Kabelstränge ersetzt werden. Laut Auto Club Europa können die Kosten dabei schnell in den fünfstelligen Bereich steigen.
Im Alltag entscheidet daher oft eine Kombination aus Vorbeugung und Versicherungsschutz darüber, wie teuer ein Marderbesuch am Ende wird. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |