Kühler wohnen mit Fassadengrün: Planung und Pflege richtig angehen
- Pflanzen an der Fassade sorgen im Sommer für Schatten und im Winter für zusätzliche Dämmung. (zu dpa: «Gesundes Grün für die Fassade: Tipps zu Planung und Pflege»)
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Fassadenbegrünung planen. Bewachsene Hauswände senken die Aufheizung an sonnigen Tagen und verbessern das Wohnklima spürbar. Zusätzlich filtert das Grün Feinstaub, dämpft Lärm und schafft Lebensraum für Vögel und Insekten. Der Nutzen entsteht dauerhaft nur, wenn Planung und Pflege von Anfang an mitgedacht werden.
Begrünte Fassaden brauchen regelmäßigen Rückschnitt und technische Kontrolle. Je nach System sind Rankhilfen, Befestigungen sowie Be- und Entwässerung zu prüfen. Der Verband Fenster + Fassade weist darauf hin, dass sich Aufwand und Kosten deutlich unterscheiden. Eine saubere Planung vermeidet spätere Schäden an Wand, Fenstern oder Rettungswegen.
Zwei Systeme bestimmen Aufwand und Pflege
Grundsätzlich gibt es zwei Varianten. Kletterpflanzen wachsen vom Boden aus nach oben, meist an Rankhilfen. Alternativ werden Pflanzgefäße direkt an der Fassade befestigt. Für beide Lösungen empfehlen der Verband Fenster + Fassade und der Naturschutzbund Deutschland Fachbetriebe, wenn die Begrünung über kleine Balkonpflanzen hinausgeht.
In der Planung spielen Zusatzlasten durch Pflanzen, Wasser und Wind eine zentrale Rolle. Fenster, Balkone, Sonnenschutzanlagen und Rettungswege müssen frei zugänglich bleiben. Die Fassade darf nicht zu dicht bewachsen sein, damit Luft zirkuliert und Feuchtigkeit abtrocknen kann. Bei komplexeren Systemen entscheidet eine funktionierende Be- und Entwässerung über die Haltbarkeit.
Diese Pflanzen kommen infrage
Bei Pflanzung im Boden unterscheidet der Nabu zwischen Selbstklimmern und Gerüstkletterpflanzen.
- Selbstklimmer wie Efeu oder Wilder Wein haften ohne Rankhilfe an der Wand.
- Gerüstkletterpflanzen wie Blauregen, Weinrebe, Kletterrose oder Geißblatt benötigen Rankhilfen.
Selbstklimmer müssen regelmäßig geschnitten werden, damit sie kontrolliert wachsen. Die Fassade muss intakt sein, da Triebe sonst in Risse eindringen können. Schlingende Pflanzen brauchen ebenfalls Pflege, damit sie keine Regenrinnen oder Leitungen überwuchern.
Förderprogramme vorab prüfen
Fassadenbegrünungen werden derzeit nicht als eigenständige Maßnahme über die Bundesförderung für effiziente Gebäude gefördert. Einige Kommunen und Bundesländer unterstützen jedoch Dach- und Fassadenbegrünungen über Programme zur urbanen Begrünung. Zuschüsse können einen Teil der Investitionskosten abdecken.
Informationen finden sich auf den Internetseiten der Städte und Gemeinden. Der Verband Fenster + Fassade bietet zusätzlich einen Online-Fördermittel-Assistenten an, der nach wenigen Angaben eine individuelle Einschätzung liefert. Wer langfristig plant, gewinnt vor allem mehr Wohnkomfort und ein stabileres Mikroklima am Gebäude. dpa
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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