Konflikte in der Ausbildung lösen: Feedback schafft Klarheit

Work-Life-Balance: Junge Menschen wünschen sich oft mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten und Arbeitsorten. | Foto: Christin Klose/dpa-mag
  • Work-Life-Balance: Junge Menschen wünschen sich oft mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten und Arbeitsorten.
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Konflikte in der Ausbildung lösen. Regelmäßiges Feedback und klare Absprachen helfen Azubis und Ausbildern, unterschiedliche Erwartungen früh zu klären.

Betriebe bewerten Eigenschaften wie Zuverlässigkeit und Belastbarkeit teils anders als ihre Auszubildenden. Das kann im Arbeitsalltag zu Missverständnissen führen, etwa wenn Ausbilder Pünktlichkeit als entscheidend ansehen, Azubis ihre Zuverlässigkeit dagegen daran messen, ob sie die geforderte Arbeit erledigen.

Felicia Ullrich, Expertin für Azubi-Recruiting und Ausbildung beim Testdienstleister U-Form, wirbt deshalb für Verständnis auf beiden Seiten. Gerade bei der psychischen Belastbarkeit prallen Erwartungen aufeinander. «Azubis gehen heute oft nicht mehr über ihre Grenzen, sie achten auf ihre Gesundheit und gehen transparenter mit ihren Emotionen um», sagt Ullrich. Ausbilder nähmen dagegen möglicherweise vor allem wahr, dass sich ein Azubi krankmeldet oder bei Stress und Druck weint.

Feste Feedbacktermine verhindern böse Überraschungen

Nach Einschätzung der Expertin kann ein regelmäßiger Austausch die Unterschiede greifbar machen. Feedback alle zwei bis vier Wochen gibt beiden Seiten Gelegenheit, Probleme früh anzusprechen, statt dass sich Unzufriedenheit über Monate aufbaut.

In diesen Gesprächen lassen sich Erwartungen und Bedürfnisse konkret festhalten:

  • Azubis können erläutern, welche Arbeitsbedingungen ihnen wichtig sind, etwa Homeoffice, flexible Arbeitszeiten oder mehr Verständnis im Ausbildungsalltag.
  • Ausbilder können erklären, weshalb bestimmte Regeln gelten und warum Pünktlichkeit im Betrieb nicht verhandelbar ist.
  • Beide Seiten können vereinbaren, woran gute Arbeit, Verlässlichkeit und ein angemessener Umgang mit Belastung erkennbar werden.

Klare Regeln und regelmäßige Gespräche machen aus pauschalen Generationenurteilen konkrete Absprachen für die Ausbildung. [dpa/red]

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dpa content aus Ludwigshafen

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