KLST Gateway: So werden Aufzüge zur Datenquelle im Smart Building
- KLST Gateway bringt Aufzüge als vernetzte Datenquelle ins Gebäude. Im Mittelpunkt stehen stabile Funkanbindung und belastbare Betriebsdaten.
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Nachrichten. Ein Aufzug transportiert Menschen und Güter. Mit dem KLST Gateway kann er zusätzlich zu einer verlässlichen Datenquelle im Gebäude werden.
Hinter dem Ansatz steht die Klinkhammer Steuerungstechnik GmbH (KLST), die ihre Aufzugssteuerungen stärker in digitale Gebäudeplattformen einbindet. Im Fokus steht dabei ausdrücklich nicht nur Vernetzung, sondern vor allem die Qualität und Belastbarkeit der Daten.
Verbindung, die auch im Schacht hält
Damit Betriebsdaten überhaupt zuverlässig ankommen, setzt das Gateway auf 5G und NB-IoT. Das soll auch in tiefer liegenden Gebäudeteilen wie Schächten stabilen Empfang ermöglichen, wo klassische Funkstandards oft an Grenzen stoßen.
KLST spricht außerdem von einer optimierten Datenrate, damit Daten kontinuierlich übertragen werden, ohne unnötige Netzlast. Over-the-Air-Updates halten die Systeme aktuell und sollen Funktionen wie Reporting, Fernwartung und Nutzeranalysen fortlaufend erweitern.
KLST Gateway: Offene Architektur statt Datensilos
Für die Einbindung setzt KLST auf eine offene Architektur: Über einen abonnierten MQTT-Broker lässt sich das Gateway etwa in ein kundeneigenes Backend, ein ERP-System, eine externe Monitoring-Plattform oder direkt an den Betreiber anbinden. Wenn ein eigenes ERP-System fehlt und kein Import von Rohdaten gewünscht ist, soll die KLST-Plattform die Datennutzung trotzdem ermöglichen.
Erfasst werden unter anderem Fahrten, Wartezeiten, Türzyklen, Lastzustände, Energieverbrauch und Fehlerereignisse. Daraus lassen sich Auswertungen zu Nutzungsmustern und Stoßzeiten ableiten, die etwa Energieoptimierung, Flächenmanagement und Kapazitätsplanung unterstützen.
Wartung wird planbarer
Mit kontinuierlicher Datenanalyse rückt Predictive Maintenance in den Mittelpunkt: Verschleißmuster sollen erkennbar werden, bevor ein Bauteil ausfällt. KLST nennt als Effekte weniger ungeplante Ausfälle, höhere Anlagenverfügbarkeit und niedrigere Lebenszykluskosten, messbar über Kennzahlen wie MTBF, Verfügbarkeit und Notrufaufkommen.
Ein weiterer Punkt ist die Kompatibilität: Das Gateway ist abwärtskompatibel zu allen KLST HSE-Steuerungen seit 2009. Betreiber sollen damit eine neue Datenschicht nutzen können, ohne bestehende Anlagen auszutauschen.
Sicherheit und Serverstandort
Für die Absicherung nennt KLST Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, rollenbasierte Zugriffsrechte, gesicherte OTA-Updates sowie IEC- und ISO-konforme Sicherheitskonzepte. Die Server stehen in Deutschland, die Datenverarbeitung soll DSGVO-konform laufen.
„Die moderne Aufzugsteuerung der Zukunft bewegt nicht nur Menschen und Güter. Sie verbindet Mobilität, Daten, Nachhaltigkeit und Gebäudeintelligenz zu einem messbaren Mehrwert für Betreiber und Nutzer", sagt Markus Labruier, Geschäftsführer der Klinkhammer Steuerungstechnik GmbH. [red]
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |