Klebestifte bei ÖKO-TEST: Vier Produkte fallen mit Formaldehyd durch

Öko-Test hat sich Klebestifte genauer angeschaut. Vier fallen aufgrund von Formaldehyd komplett durch. | Foto: thom/stock.adobe.com
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Öko-Test. Klebestifte gehören in Schule, Kinderzimmer und Büro zum Alltag. Umso wichtiger ist, dass sie keine problematischen Stoffe enthalten. Genau das ist aber nicht bei allen Produkten der Fall: In vier Klebestiften wurde Formaldehyd nachgewiesen, alle vier schneiden mit „ungenügend“ ab.

Insgesamt wurden bei Öko-Test in Ausgabe 07/26 22 Klebestifte geprüft. Die gute Nachricht: Zehn Produkte sind frei von bedenklichen Inhaltsstoffen und erhalten die Note „sehr gut“. Auffällig ist aber, dass ausgerechnet mehrere sehr günstige Klebestifte im Test besonders negativ abschneiden.

Formaldehyd gilt als krebserregend, wenn es eingeatmet wird. Schon geringe Mengen können zudem Schleimhäute reizen oder Allergien auslösen. Gerade bei Produkten, die oft von Kindern genutzt werden, ist das problematisch.

Vier Klebestifte mit besonders schlechtem Ergebnis im Test

Besonders kritisch sieht ÖKO-TEST vier Klebestifte, in denen Formaldehyd gefunden wurde. Sie stammen alle aus China und erhalten im Gesamturteil ein „ungenügend“.

  • Paperzone Black Glue Stick – Note: "ungenügend"
  • Jes Collection Klebestift, Doppelpack – Note: "ungenügend"
  • Stenzer Klebestift, Doppelpack – Note: "ungenügend"
  • Tedi Klebestift, Doppelpack – Note: "ungenügend"

Beim Tedi-Klebestift fiel der Formaldehydgehalt besonders stark auf. Der gemessene Wert lag bei mehr als dem 20-Fachen des Grenzwerts, an dem sich die Bewertung orientiert. Dazu kam im Praxistest eine sehr schwache Klebleistung.

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Auch weitere problematische Stoffe im Test

Nicht nur Formaldehyd spielte im Test eine Rolle. In sieben Klebestiften wurde Benzisothiazolinon, kurz BIT, nachgewiesen. Im Paperzone-Stick kam zusätzlich Methylisothiazolinon hinzu. Beide Konservierungsmittel stehen wegen ihres allergenen Potenzials in der Kritik.

Außerdem fand das Labor in vier Produkten Caprolactam. Die Verbindung gilt als haut- und augenreizend und ist beim Verschlucken gesundheitsschädlich. Für Klebestifte, die häufig von Kindern verwendet werden, ist das ein unnötiges Risiko.

Viele Produkte zeigen allerdings auch, dass es besser geht. Zehn getestete Klebestifte kommen ohne bedenkliche Inhaltsstoffe aus und erhalten ein „sehr gut“.

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Wie gut kleben die Stifte im Alltag?

Bei der Klebkraft überzeugte der Großteil der Produkte. Die meisten Klebestifte erreichten im Praxistest ein „gut“ oder „sehr gut“. Das ist wichtig, weil ein Klebestift nicht nur unbedenklich, sondern auch alltagstauglich sein sollte.

Zwei Produkte fielen dabei besonders negativ auf. Der Klebestift von Tedi hielt in der Zugprüfung nur einen Bruchteil dessen, was andere Produkte schafften. Auch der Stenzer Klebestift von Woolworth konnte in der Praxis nicht überzeugen.

Klebestifte haben im Alltag klare Vorteile: Sie laufen nicht aus, trocknen schnell und verformen Papier weniger als flüssiger Bastelkleber. Viele wasserbasierte Produkte lassen sich zudem bei niedrigen Temperaturen wieder auswaschen.

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Was Verbraucher beachten sollten

Wer Klebestifte für Schule oder Basteln kauft, sollte nicht nur auf den Preis schauen. Der Test legt nahe, dass besonders billige Produkte eher negativ auffallen. Gerade wenn Kinder damit arbeiten, sind problematische Stoffe wie Formaldehyd oder Isothiazolinone fehl am Platz.

Wer sich einen Überblick über weitere getestete Produkte verschaffen will, findet den vollständigen Test bei ÖKO-TEST (kostenpflichtig). Eingekauft wurden die Klebestifte zwischen Februar und März 2026.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Formaldehyd gilt als krebserregend, wenn es eingeatmet wird. Außerdem kann der Stoff schon in geringen Mengen Schleimhäute reizen oder Allergien auslösen.
Kinder nutzen Klebestifte häufig in Schule, Kindergarten und zu Hause. Dabei kommen sie ihnen sehr nah, etwa beim Basteln über dem Papier oder wenn Klebereste an den Händen landen.
Nein. Zehn der 22 getesteten Produkte schneiden mit „sehr gut“ ab und sind frei von bedenklichen Inhaltsstoffen.

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Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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