Kinder Schwimmkompetenz fördern: Seepferdchen reicht oft nicht aus

Symbolbild: Viele Kinder gehen in die Badesaison, ohne wirklich sicher schwimmen zu können. Eine aktuelle GDV-Umfrage zeigt, warum regelmäßiges Üben über das Seepferdchen hinaus im Alltag entscheidend bleibt. | Foto: witsawat/stock.adobe.com
  • Symbolbild: Viele Kinder gehen in die Badesaison, ohne wirklich sicher schwimmen zu können. Eine aktuelle GDV-Umfrage zeigt, warum regelmäßiges Üben über das Seepferdchen hinaus im Alltag entscheidend bleibt.
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Kinder Schwimmkompetenz fördern. Rund jedes fünfte Kind zwischen 9 und 13 Jahren kann nicht schwimmen, und selbst mit Seepferdchen ist im Alltag am See oder im Freibad nicht automatisch Sicherheit gegeben.

Gerade in den Sommerferien zeigt sich das Problem schnell: Ein Ausflug ans Wasser ist geplant, aber es bleibt Unsicherheit, ob ein Kind in tieferem Wasser, bei Wellen oder im Gedränge ruhig und kontrolliert bleibt.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) stützt sich dabei auf eine repräsentative YouGov-Umfrage unter Eltern in Deutschland. Demnach können nach Angaben der befragten Eltern rund 20 Prozent der Kinder im Alter von 9 bis 13 Jahren nicht schwimmen.

Warum das Seepferdchen noch keine Schwimmsicherheit bedeutet

Nach Einordnung des GDV steht das Seepferdchen vor allem für erste Schwimmkenntnisse. Für echte Schwimmkompetenz braucht es mehr als kurz über Wasser zu bleiben.

Wichtige Bausteine, die im Alltag den Unterschied machen können:

  • Strecken sicher schwimmen können, nicht nur wenige Meter.
  • In ungewohnten Situationen ruhig bleiben und weiter schwimmen, etwa bei kälterem Wasser oder Wellengang.
  • Regelmäßig üben, damit Technik, Ausdauer und Wassergefühl nicht nachlassen.

Elternsorgen bleiben oft trotz Schwimmkursen

Die Umfrage zeigt auch, wie stark die Anspannung bei Eltern bleibt. 25 Prozent der Eltern mit Kindern im Alter von 5 bis 8 Jahren geben an, ziemlich besorgt zu sein, wenn ihre Kinder baden gehen.

Und selbst wenn Kinder schwimmen können, verschwindet die Sorge nicht automatisch: Jeder fünfte Elternteil sagt laut Umfrage, trotz eines schwimmenden Kindes weiterhin ziemlich angespannt und besorgt zu sein. Das passt zu der Einschätzung, dass Schwimmkurse allein nicht immer das Sicherheitsgefühl herstellen, das im Familienalltag am Wasser gebraucht wird.

Was im Alltag das Unfallrisiko senken kann

Der GDV ordnet ein, dass Prävention im Wasser an erster Stelle steht. Als praktische Faktoren werden genannt:

  • Ausführlicher Schwimmunterricht statt nur kurzer Basiskurs.
  • Regelmäßiges Üben über die Saison hinaus.
  • Baden an bewachten Gewässern.
  • Aufmerksame Begleitung, auch wenn ein Kind grundsätzlich schwimmen kann.

Einordnung zur Umfrage und Quelle

YouGov hat im Auftrag des GDV im Mai insgesamt 1.027 Eltern in Deutschland befragt, darunter 800 Eltern mit Kindern unter 13 Jahren. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse gewichtet. Laut GDV sind die Ergebnisse repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.

Als praktische Konsequenz bleibt: Wer Kinder Schwimmkompetenz fördern will, kann sich beim Seepferdchen orientieren, sollte Schwimmsicherheit aber eher als regelmäßige Übung und Routine im Wasser verstehen.

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Autor:

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