Kinder im Netz schützen: 5 wichtige Handy‑Einstellungen
- Eltern als Vorbilder: Achtsames Begleiten und klare Regeln schaffen eine sichere Basis für den Umgang mit digitalen Medien.
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Cybersicherheit bei Kindern. Altersbeschränkungen, deaktivierte In‑App‑Käufe und klare Regeln können viele Risiken im Internet reduzieren. Fachleute raten deshalb, Geräte von Kindern gemeinsam einzurichten und regelmäßig über Online‑Erlebnisse zu sprechen.
Gefährdende Inhalte, Cybergrooming, Datenmissbrauch oder versteckte Kosten in Apps gehören zu den Risiken, mit denen Kinder im Netz konfrontiert werden können. Umso wichtiger ist der Austausch in der Familie über Spiele, soziale Netzwerke oder Videos.
In der Praxis passiert das jedoch oft seltener als gedacht. Laut der Studie „Cybersicherheitsmonitor 2025“ des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Polizeilichen Kriminalprävention sprechen nur 47 Prozent der Eltern von 6‑ bis 13‑Jährigen regelmäßig mit ihren Kindern über deren Internet‑Freizeitaktivitäten. Bei Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren liegt der Anteil bei 42 Prozent.
Technische Schutzfunktionen und klare Absprachen helfen
Nach Einschätzung des BSI lernen Kinder und Jugendliche einen sicheren Umgang mit digitalen Angeboten vor allem dann, wenn technische Schutzmaßnahmen, feste Regeln und Gespräche zusammenkommen. Viele Risiken lassen sich bereits über Einstellungen auf Smartphone oder Tablet begrenzen.
Das BSI nennt fünf grundlegende Schritte, die im Alltag helfen können:
- Altersbeschränkungen für Apps, Spiele, Filme und Serien in den App‑Store‑Einstellungen aktivieren. Dadurch werden ungeeignete Inhalte seltener angezeigt.
- App‑ und In‑App‑Käufe ausschalten oder mit Passwort beziehungsweise Altersfreigabe absichern. Das reduziert das Risiko unerwarteter Kosten.
- App‑Berechtigungen gemeinsam prüfen. Standortfreigaben sollten nur aktiviert sein, wenn eine Anwendung diese wirklich benötigt.
- Eine Bildschirmzeit vereinbaren und über die Kindersicherungs‑Einstellungen auf Smartphone oder Tablet begrenzen.
- Regelmäßig über Online‑Erfahrungen, mögliche Risiken und respektvolles Verhalten im Netz sprechen.
Anleitungen und Unterrichtsmaterial online verfügbar
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik stellt auf seiner Internetseite Schritt‑für‑Schritt‑Anleitungen bereit, die zeigen, wie Jugendschutzeinstellungen auf Geräten eingerichtet werden können. Außerdem gibt es weiterführende Informationen für Gespräche zwischen Eltern und Kindern über Sicherheit im Internet.
Für Schulen bietet die Behörde zusätzlich ein Medienpaket „Cybersicherheit für 10‑ bis 14‑Jährige“ mit Unterrichtsmaterialien an. Ziel ist es, Medienkompetenz früh zu stärken und Risiken im digitalen Alltag verständlicher zu machen.
Im Familienalltag zeigt sich damit vor allem eines. Technische Einstellungen können schützen, entscheidend bleibt jedoch der regelmäßige Austausch über das, was Kinder im Internet erleben. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |