Kartoffeln richtig aufbewahren: So bleiben sie länger frisch und keimen nicht

Kartoffeln sind pflegeleicht, wenn man sie richtig lagert. | Foto: Turi/stock.adobe.com
  • Kartoffeln sind pflegeleicht, wenn man sie richtig lagert.
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Kartoffeln richtig aufbewahren. Kartoffeln wirken unkompliziert. Bis sie plötzlich keimen, schrumpeln oder grün werden. Mit der richtigen Lagerung bleiben die Knollen aber deutlich länger frisch, aromatisch und genießbar.

Kartoffeln gehören zu den Lebensmitteln, die bei guter Lagerung erstaunlich lange haltbar sind. Entscheidend sind vor allem Dunkelheit, kühle Temperaturen, trockene Bedingungen an der Knolle und ausreichend Luftzirkulation. Denn Wärme, Licht und falsche Verpackungen bringen die Knollen schnell zum Keimen oder Verderben.

Wo ist der beste Ort, um Kartoffeln zu lagern?

Der beste Lagerort für Kartoffeln ist ein dunkler, kühler, frostfreier und gut belüfteter Keller. Lau Öko-Test herrschen dort meist genau die Bedingungen, die Kartoffeln mögen: wenig Licht, niedrige Temperaturen und eine Umgebung, in der die Knollen nicht so schnell austrocknen oder keimen. Besonders geeignet sind offene Kisten oder spezielle Kartoffelhorden, die Luft an die Knollen lassen.

Wichtig ist dabei nicht nur die Temperatur, sondern auch das Gesamtpaket. Je wärmer und heller der Lagerort, desto schneller beginnen Kartoffeln zu keimen. Bekommt die Knolle zu viel Licht ab, wird sie grün und bildet Solanin, einen giftigen Stoff. Ideal sind deshalb Lagerplätze zwischen etwa 5 und 10 Grad, mit möglichst guter Belüftung und ohne Frost.

Die wichtigsten Regeln für die Kartoffellagerung auf einen Blick

  • kühl lagern, idealerweise bei etwa 4 bis 10 Grad Celsius.
  • dunkel aufbewahren, damit keine grünen Stellen und kein Solanin entstehen.
  • luftig lagern, zum Beispiel in Holzkisten, Jute- oder Leinenbeuteln.
  • nicht in Plastik aufbewahren, weil sich Feuchtigkeit und Schwitzwasser bilden können.
  • getrennt von Äpfeln und Birnen lagern, weil Ethylen die Keimung fördert.
  • beschädigte oder faule Knollen regelmäßig aussortieren.

Wie lagert man Kartoffeln, damit sie nicht keimen?

Damit Kartoffeln nicht keimen, brauchen sie vor allem Dunkelheit und Kühle. Licht fördert die Grünfärbung und die Bildung von Solanin, Wärme beschleunigt die Keimung und lässt die Knollen zusätzlich Feuchtigkeit verlieren. Deshalb halten sich Kartoffeln, nach Angaben von Mein schöner Garten am besten in einem dunklen Raum oder in einem lichtgeschützten Gefäß bei niedrigen Temperaturen.

Ebenso wichtig ist die richtige Umgebung. Kartoffeln sollten luftig liegen und nicht in Plastik eingeschlossen werden. In geschlossenen Kunststoffverpackungen entsteht schnell Feuchtigkeit, die Fäulnis begünstigt. Außerdem sollten Kartoffeln nie neben Äpfeln oder Birnen lagern, weil diese Ethylen abgeben, ein Reifegas, das die Keimung deutlich ankurbelt.

Wie lagere ich Kartoffeln, wenn ich keinen Keller habe?

Fehlt ein Keller, sind kühle und möglichst unbeheizte Räume in der Wohnung die beste Alternative. Eine Speisekammer, Abstellkammer oder ein anderer dunkler Ort eignet sich gut, wenn dort wenig Wärme entsteht. Für kleinere Mengen funktionieren ein Korb, eine Holzkiste, ein Jutebeutel oder ein Leinenbeutel besonders gut. Oft hilft es zusätzlich, die Knollen mit Papier oder Jutestoff abzudecken, damit sie lichtgeschützt bleiben.

Auch außerhalb der Wohnung gibt es Ausweichmöglichkeiten. In den kühlen, aber frostfreien Monaten können Kartoffeln in Garage, Gartenhaus, auf Balkon oder Terrasse gelagert werden. Am besten in einer Holzkiste, die vor starken Temperaturschwankungen geschützt ist, etwa mit trockenem Stroh als Isolierung. Ebenfalls praktisch ist ein Kartoffeltopf aus Ton, Keramik oder Terrakotta. Er schützt vor Licht und lässt durch Luftschlitze trotzdem genug Luft zirkulieren.

Kann man Kartoffeln im Kühlschrank im Gemüsefach aufbewahren?

Kartoffeln können kurzfristig im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden. Ideal ist das aber nicht. In vielen Kühlschränken ist es für Kartoffeln eigentlich zu kalt. Sinkt die Temperatur unter etwa 4 Grad, wandelt sich ein Teil der Stärke in Zucker um. Das verändert den Geschmack und kann dazu führen, dass die Knollen weniger aromatisch wirken.

Dazu kommt, dass im Kühlschrank oft die Luftzirkulation fehlt und sich leicht Feuchtigkeit sammelt. Das erhöht das Risiko für Fäulnis oder Schimmel. Deshalb gilt das Gemüsefach eher als Notlösung für wenige Tage. Besser geeignet sind moderne Kühlschränke mit speziellem Kellerfach, weil dort passendere Bedingungen herrschen als im normalen Kühlbereich.

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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