Kaffeemaschine entkalken: Warum Essig der Maschine mehr schadet als hilft
- Kaffeemaschinen werden gerne mit Essig gereinigtt. Warum das keine gute Idee ist.
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Kaffeemaschine entkalken. Eine verkalkte Kaffeemaschine macht Kaffee nicht nur langsamer, sondern oft auch bitterer. Wer regelmäßig entkalkt, spart Energie, schützt die Technik und verhindert, dass sich Kalk, Keime und Rückstände in der Maschine festsetzen.
Kalk entsteht, wenn sich Mineralien aus dem Wasser bei Hitze oder Verdunstung als Ablagerung in der Maschine absetzen. Das betrifft vor allem Wassertank, Leitungen und Heizelemente. Bleibt die Entkalkung zu lange aus, steigt der Stromverbrauch, das Aufheizen dauert länger und im schlimmsten Fall drohen Verstopfungen oder Schäden an empfindlichen Bauteilen.
Warum ist regelmäßiges Entkalken der Kaffeemaschine wichtig?
Wer häufig Kaffee kocht, kennt das Problem: Die Maschine wird langsamer, der Kaffee schmeckt flacher oder leicht bitter und irgendwann wirkt das Gerät einfach nicht mehr richtig sauber. Genau das sind typische Folgen von Kalkablagerungen. Dazu kommt, dass Kalk nicht nur unschön aussieht, sondern auch ein Nährboden für Mikroorganismen und Pilze sein kann.
Wie oft entkalkt werden sollte, hängt stark von Wasserhärte und Gerätetyp ab. Als grober Rhythmus gelten bei klassischen Kaffeemaschinen etwa alle drei bis vier Monate, bei Vollautomaten kann es je nach Nutzung schon deutlich früher nötig sein. Besonders in Regionen mit hartem Wasser lohnt sich ein genauer Blick auf die Herstellerangaben.
Wie entkalkt man eine Kaffeemaschine am besten?
Die sicherste und meist beste Methode ist ein passender Entkalker aus dem Handel oder eine fertige Entkalkerlösung auf Milchsäurebasis. Für herkömmliche Kaffeemaschinen wird die Lösung in den Wassertank gefüllt, dann lässt man etwa eine Tasse durchlaufen, stoppt das Gerät und gibt dem Mittel rund 20 Minuten Zeit zum Einwirken. Danach läuft der Rest der Lösung durch, anschließend wird die Maschine mindestens zweimal mit klarem Wasser gespült.
Bei modernen Vollautomaten ist es noch einfacher, weil viele Geräte ein eigenes Entkalkungsprogramm besitzen. Dann zählt vor allem, die Bedienungsanleitung einzuhalten und nur Mittel zu verwenden, die für das jeweilige Modell freigegeben sind. Bei Filtermaschinen, Kapsel- oder Padmaschinen funktioniert das Entkalken ähnlich: Entkalker einfüllen, teilweise durchlaufen lassen, kurz einwirken lassen, Rest durchlaufen lassen und gründlich nachspülen.
Die wichtigsten Schritte im Überblick
- Entkalker nach Anleitung dosieren
- Lösung in den Wassertank füllen
- Einen Teil durchlaufen lassen
- Maschine kurz pausieren und einwirken lassen
- Rest vollständig durchlaufen lassen
- Mehrfach mit klarem Wasser nachspülen
Kann ich meine Kaffeemaschine mit Essig entkalken?
Theoretisch ja, praktisch ist davon eher abzuraten. Essig ist ein starker Kalklöser, aber gleichzeitig vergleichsweise aggressiv. Gerade empfindliche Teile in Kaffeemaschinen können darunter leiden. Es kann vor allem zu Schäden an Gummi, Dichtungen und anderen sensiblen Bauteilen führen.
Wird Essig erhitzt, entstehen Dämpfe, die als unangenehm gelten und die Atemwege reizen können. Deshalb ist Essig zwar ein klassisches Hausmittel, aber keine gute Standardlösung für Kaffeemaschinen. Wer auf Nummer sicher gehen will, setzt besser auf geeignete Entkalker oder auf mildere Alternativen.
Was ist besser zum Entkalken: Essig oder Zitronensäure?
Zwischen diesen beiden Mitteln gilt Zitronensäure in der Regel als die bessere Wahl – aber auch nicht in jeder Situation. Essig löst Kalk zwar zuverlässig, kann aber Gummi, Dichtungen und empfindliche Materialien angreifen. Zusätzlich können die Dämpfe beim Erhitzen unangenehm sein und die Atemwege belasten. Deshalb gilt Essig für Kaffeemaschinen eher als problematisch.
Zitronensäure ist materialschonender und ebenfalls ein guter Kalklöser. Wichtig ist aber der Temperaturpunkt: Wird Zitronensäure zu stark erhitzt, kann schwer lösliches Calciumcitrat entstehen, das neue Probleme verursacht. Laut SWR ist das bei Kaffeemaschinen meist weniger kritisch als beim Wasserkocher, weil beim Durchlaufen oft Temperaturen von etwa 80 bis 85 Grad erreicht werden und nicht 100 Grad. Trotzdem sind fertige Entkalker oder Milchsäurelösungen meist die unkompliziertere und sicherere Variante.
Wie kann man eine Kaffeemaschine mit Hausmitteln entkalken?
Bei Hausmitteln ist Vorsicht angesagt, denn nicht alles, was oft empfohlen wird, ist auch maschinenschonend. Ein oft genannter Kandidat ist Natron oder Backpulver. Dabei empfiehlt es sich, ein Päckchen Backpulver oder Natron in heißem Wasser aufzulösen, in den Tank zu füllen, die Maschine durchlaufen zu lassen und anschließend mehrfach mit klarem Wasser nachzuspülen.
Vor allem Säuren sind beim Entkalken wirksam. Deshalb wirken spezielle Entkalker, Milchsäure oder korrekt eingesetzte Zitronensäure in der Praxis meist verlässlicher. Hausmittel können also funktionieren, sind aber nicht immer die beste oder materialschonendste Lösung. Vor allem bei hochwertigen Maschinen und Vollautomaten ist ein passendes Entkalkungsmittel meist die sicherere Wahl.
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |
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