Insektenstich beim Haustier kühlen: Wann Hilfe nötig ist
- Bienenstich in der Pfote? Sieht man einen Stachel, sollte man ihn vorsichtig herausziehen und die Pfote anschließend kühlen.
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Insektenstich beim Haustier. Kühlen hilft bei Hund und Katze oft sofort, wenn nach einem Stich Schnauze, Pfote oder Gesicht anschwillt. Viele Stiche sehen zunächst heftig aus, heilen nach Einschätzung von Tierärztin Tina Hölscher von Aktion Tier aber meist problemlos ab.
Gerade auf der Wiese kann sich das Verhalten von Haustieren abrupt ändern. Das Tier "kann den Schmerz nicht zuordnen und ist deshalb erst einmal richtig von der Rolle", erklärt Hölscher. Typisch sei, dass Hund oder Katze plötzlich winseln oder schreien und zum Teil sogar desorientiert wirken.
Häufig treffen Insektenstiche Kopf oder Pfoten. Schwellungen zeigen sich meist kurze Zeit nach dem Einstich. Im Gesicht kann das besonders auffällig aussehen. "Erwischt es die Pfoten, laufen Hund und Katze plötzlich auf drei Beinen", so die Tierärztin.
Kühlen reicht oft schon aus
Ruhe ist in solchen Situationen meist die wichtigste Einordnung. "So dramatisch es zunächst aussieht, Insektenstiche heilen so gut wie immer problemlos ab", beruhigt Hölscher. Häufig reiche es aus, die Stelle zu kühlen.
Dafür eignen sich vor allem einfache Maßnahmen:
- einen Kühlakku in ein Tuch wickeln und auf die betroffene Stelle legen
- das Tier nach dem Stich weiter beobachten
- einen sichtbaren Stachel vorsichtig mit einer Pinzette entfernen
Bienen hinterlassen ihren Stachel wegen des Widerhakens oft in der Haut. Bleibt er stecken, kann er laut Hölscher vorsichtig entfernt werden.
Im Maul und bei Allergien zählt schnelle tierärztliche Hilfe
Wichtiger wird rasches Handeln, wenn Hund oder Katze im Maul oder in der Speiseröhre gestochen wurden. Auch bei bekannten allergischen Reaktionen auf Insektenstiche sollte eine Tierarztpraxis schnell eingeschaltet werden.
Für Tiere mit bekannter Allergie kann es sinnvoll sein, mit der Tierarztpraxis über eine Notfallspritze zu sprechen und deren Anwendung erklären zu lassen. Praktisch relevant ist das vor allem bei Spaziergängen in den warmen Monaten.
Im Alltag gilt damit vor allem diese Einordnung: Kühlen und beobachten reicht oft aus, bei Stichen im Maul oder bekannter Allergie kommt es auf schnelle tierärztliche Abklärung an. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |