Im Job sichtbar werden: So fällt gute Arbeit auf
- Für mehr Sichtbarkeit: Wer im Meeting früh das Wort ergreift, hat noch die volle Aufmerksamkeit der Teilnehmenden.
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Im Job sichtbar werden. Gute Arbeit fällt eher auf, wenn Beschäftigte ihren konkreten Beitrag benennen, im Meeting Stellung beziehen und ihre beruflichen Ziele klar einordnen. Denn wer zuverlässig arbeitet, wird zwar häufig als fleißig wahrgenommen, aber nicht automatisch für neue Aufgaben oder eine Beförderung berücksichtigt.
„Wer im Stillen arbeitet, überlässt anderen die Deutung der eigenen Leistung“, sagt Stefanie Bickert, Job- und Karriereexpertin bei der Plattform Indeed. Sichtbarkeit bedeute dabei nicht unangenehme Selbstdarstellung. Gemeint sei, den eigenen Anteil an Ergebnissen nachvollziehbar zu machen.
Ein klares Profil macht Stärken erkennbar
Hilfreich ist zunächst, die eigenen Alleinstellungsmerkmale zu benennen. Das können eine Spezialisierung, tiefes Fachwissen, eine schnelle Auffassungsgabe oder Fähigkeiten wie Organisationstalent und Teamfähigkeit sein. „Wer weiß, wofür er steht, kann darüber langfristig sein Profil stärken“, sagt Bickert.
In Besprechungen kann es zudem helfen, früh einen sachlichen Beitrag zu leisten. Es müssen keine außergewöhnlichen Ideen sein. Oft genügt es, an einen Punkt aus der Runde anzuknüpfen, eine weiterführende Frage zu stellen oder einen Bezug zu einem früheren Thema herzustellen.
- Statt „Ich bin kein Experte, aber ...“ kann es heißen: „Ein anderer Ansatz wäre ...“.
- Statt „Nur mal so in den Raum geworfen ...“ wirkt „Ich würde vorschlagen ...“ klarer.
- Bei Projektupdates schafft ein kurzer roter Faden Orientierung: Ausgangslage, wichtiges Detail und Ergebnis.
Fleiß mit strategischem Denken verbinden
Lob für Zuverlässigkeit ist positiv, kann Beschäftigte nach Bickerts Einschätzung aber auch auf die Rolle des verlässlichen Umsetzers festlegen. Wer Verantwortung übernehmen oder an strategischen Entscheidungen mitwirken möchte, kann deshalb die eigene Arbeit mit einem Blick nach vorn verbinden.
Wenn Fleiß gelobt wird, lässt sich etwa ergänzen: „Danke, ich leiste gern jeden Tag gute Arbeit, schaue aber auch genauso gern darauf, was uns in den nächsten Jahren beschäftigen wird und was wir hier anstoßen können.“ Damit wird deutlich, dass neben der Umsetzung auch Interesse an künftigen Aufgaben besteht.
Zahlen und erledigte Aufgaben bleiben dabei oft weniger im Gedächtnis als eine kurze, verständliche Projektgeschichte. Ein prägnantes Update zu Ausgangslage, besonderem Aspekt und Ergebnis macht Leistungen auch in spontanen Gesprächen greifbar. Sichtbarkeit entsteht so vor allem durch klare, sachliche Einordnung der eigenen Arbeit. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |