IKW-Studie: Was personalisierte, präventive Beauty im Alltag bedeutet

Wer Pflegeprodukte auswählt, achtet zunehmend darauf, was zur eigenen Haut und zum Alltag passt. Eine IKW-Studie ordnet ein, warum personalisierte Routinen und Prävention wichtiger werden. | Foto: Africa Studio/stock.adobe.com
  • Wer Pflegeprodukte auswählt, achtet zunehmend darauf, was zur eigenen Haut und zum Alltag passt. Eine IKW-Studie ordnet ein, warum personalisierte Routinen und Prävention wichtiger werden.
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Schönheitspflege-Trends. Die IKW-Studie zeigt, warum Hautpflege und Körperpflege für viele Menschen stärker nach dem persönlichen Bedarf ausgewählt werden und was das beim Kauf und in der Routine konkret verändert.

Die Trendstudie „Transforming Beauty“ des Industrieverbandes Körperpflege- und Waschmittel e. V. (IKW) beschreibt Gegensätze, die im Alltag längst spürbar sind. Perfekt inszenierte Bilder durch Filter und Künstliche Intelligenz setzen neue Maßstäbe. Gleichzeitig wächst der Wunsch nach Pflege, die sich natürlich anfühlt, gut verträglich ist und das Wohlbefinden stützt.

Für den Alltag bedeutet das vor allem eine Verschiebung vom schnellen Effekt hin zu Routinen, die langfristig entlasten sollen. Die Studie ordnet Schönheitspflege als eine Form von Selbstfürsorge ein, die nicht nur „gut aussehen“, sondern auch Stabilität im stressigen Alltag geben kann.

Die drei Trend-Dynamiken und was sie bei der Pflege-Auswahl ändern

Die Studie beschreibt drei Entwicklungen, die erklären, warum Regale voller Produkte oft eher überfordern und warum „passend zum eigenen Leben“ als Kaufkriterium wichtiger wird.

  • Zwischen Hyperästhetik und Ganzheitlichkeit: Neben dem Druck durch idealisierte Bilder steigt die Nachfrage nach Pflege, die sich gut anfühlt und als Teil eines ganzheitlichen Ansatzes gesehen wird. Haut, Haare, Hormone und Lebensphasen werden stärker zusammengedacht.
  • Zwischen Selbstinszenierung und Funktionalität: Make-up, Duft und Pflege lösen sich laut Studie zunehmend von klassischen Geschlechterbildern. Gleichzeitig wird genauer hingeschaut, was „drin ist“ und was ein Produkt tatsächlich leisten kann. Inhaltsstoffe, wissenschaftliche Belege und transparente Versprechen gewinnen an Gewicht.
  • Zwischen Mühelosigkeit und Prävention: Neben schnellen Lösungen wie Filtern, Fillern oder Abnehmspritzen wächst das Interesse, frühzeitig vorzubeugen. Anti-Aging wird in diesem Bild weniger als kurzfristiger Boost verstanden, sondern als längerfristiges Projekt mit Bausteinen wie Schlaf, Sonnenschutz und individueller Routine.

Konkrete Konsequenz beim Kauf: Statt „Trendprodukt“ rückt die Passform in den Vordergrund, also was zur eigenen Haut, zum Alltag und zu den Erwartungen passt. Das kann auch bedeuten, Marketingversprechen stärker gegen nachvollziehbare Wirklogik und Verträglichkeit abzuwägen.

Personalisierte Beauty: Was damit gemeint ist und wo Grenzen liegen

„Transforming Beauty“ zeichnet das Bild einer Pflege, die künftig stärker auf persönliche Daten eingehen könnte, etwa Hautzustand, Stresslevel, Hormone, Schlaf oder Mikrobiom. Das Badezimmer werde dadurch nicht nur technischer, sondern auch individueller.

Als Einordnung für den Alltag hilft dabei eine einfache Unterscheidung:

  • Personalisierung als Auswahlhilfe: Besser passende Routinen können entstehen, wenn Bedürfnisse klarer sind, zum Beispiel trockene Haut in bestimmten Jahreszeiten oder empfindliche Haut bei Stress.
  • Personalisierung als Produktversprechen: Wenn Produkte mit „maßgeschneiderten“ Effekten werben, wird Transparenz wichtiger, also welche Wirkung belegt ist und was eher Erwartungsmanagement bleibt.

Die Studie bleibt eine Trend-Einschätzung. Sie macht aber deutlich, warum viele Menschen Belege, verständliche Inhaltsstoff-Informationen und realistische Versprechen stärker gewichten.

Prävention statt Quick-Fix: Was im Alltag als „vorsorgende“ Pflege gilt

Im präventiven Teil geht es laut Studie weniger um einzelne Wunderprodukte, sondern um verlässliche Gewohnheiten, die Alterungszeichen verlangsamen sollen. Genannt werden dabei als Beispiele gesunder Schlaf, Sonnencreme und individuelle Pflege-Routinen.

Praktisch heißt das: Wer Pflege als Vorsorge versteht, schaut eher auf Regelmäßigkeit und Verträglichkeit als auf kurzfristige Effekte. Gleichzeitig bleibt wichtig, zwischen kosmetischer Wirkung und medizinischen Aussagen zu unterscheiden.

Ein Zitat aus dem IKW ordnet die Alltagsfunktion so ein: „Schönheitspflege gibt Menschen in einem stressigen Alltag etwas sehr Konkretes: Wirksamkeit, Wohlbefinden und das gute Gefühl, sich und den eigenen Körper zu stärken“, sagt Dr. Anika Burkard, Bereichsleiterin des Kompetenzpartners Schönheitspflege im IKW.

Weitere Informationen zur Studie finden sich beim IKW unter https://www.ikw.org/schoenheitspflege/services/studien/transforming-beauty.

Unterm Strich beschreibt die Studie einen klaren Alltagstrend: weniger starres Schönheitsideal, mehr Pflege als praktische Unterstützung, die zum eigenen Leben passen soll.

Autor:

Meike Jakob aus Landau

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