Husten lindern – Lungenarzt erklärt die besten Tipps

Nach einer Erkältung kann ein Reizhusten auch Wochen später anhalten | Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
  • Nach einer Erkältung kann ein Reizhusten auch Wochen später anhalten
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Husten. Ein hartnäckiger Husten kann das Wohlbefinden erheblich einschränken – besonders, wenn er trocken ist und keinen Schleim löst. Viele Betroffene empfinden zudem ein unangenehmes Stechen im Brustkorb. Die gute Nachricht: Es gibt mehrere Möglichkeiten, für Linderung zu sorgen.

Inhalieren – am besten mit dem richtigen Gerät

Feiner Wasserdampf kann die Schleimhäute der Atemwege befeuchten und so den Hustenreiz lindern. "Durch das Inhalieren – für zwei, drei Minuten, zwei- bis dreimal am Tag – verflüssigt sich das Sekret, man kann es besser abhusten", erklärt Thomas Hölting, Chefarzt des Fachzentrums für Pneumologie an der Schön Klinik Hamburg-Eilbek.

Das klassische Inhalieren über einer Schüssel mit heißem Wasser birgt jedoch Risiken – etwa Verbrühungen bei Unachtsamkeit. Außerdem sind die entstehenden Tropfen relativ groß und erreichen die tieferen Atemwege kaum.

Effektiver sind moderne Inhalationsgeräte, die feine Partikel erzeugen. Hölting empfiehlt Kalt- und Ultraschallvernebler aus der Apotheke, da deren Nebel bis in die Lunge gelangt und dort befeuchtend wirkt.

Hygiene und geeignete Lösungen

Damit Inhalatoren dauerhaft hilfreich sind, müssen sie nach jedem Einsatz gereinigt werden. "Sonst bleibt eine Art Flüssigkeitsfilm darin, in dem sich Bakterien sammeln können, die man dann beim nächsten Mal inhaliert", warnt Hölting. Die Reinigung richtet sich nach den Herstellerangaben, meist genügt ein gründliches Ausspülen mit Wasser und anschließendes Trocknen.

Optimal ist die Nutzung einer einfachen Kochsalzlösung. Zusätze sind nicht nötig. Wer ätherische Öle verwenden möchte, sollte dies nur nach Rücksprache mit einem Arzt tun. «Sie können Allergien und asthmatische Beschwerden auslösen», sagt Hölting.

Schnupfen loswerden: Diese Hausmittel helfen wirklich

Weitere Maßnahmen und Vorsicht bei Hustenstillern

Auch klassische Hausmittel können hilfreich sein. «Abwarten und Tee trinken» gilt weiterhin als gute Empfehlung – ein Löffel Honig im Tee kann bei akutem Husten zusätzlich wohltuend wirken.

Bei Hustenstillern rät der Facharzt zu Zurückhaltung:
"Wenn man einen bellenden Husten hat und nachts einfach nicht schlafen kann, kann man zwar einen Hustenstiller nehmen." Ansonsten sollte man lieber darauf verzichten. Grund: "Das ganze Sekret soll ja raus aus der Lunge. Wenn es drinbleibt, dann habe ich einen besseren Nährboden für neue Entzündungen", so Thomas Hölting [dpa]

Autor:

Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern

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