Hitzewallungen lindern in den Wechseljahren: Was helfen kann
- Unter Strom: Stress kann ein Auslöser für Hitzewallungen sein.
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Hitzewallungen lindern. Gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren können Hormone, spezielle Medikamente und einfache Alltagsmaßnahmen helfen. Wer nachts schweißgebadet aufwacht oder tagsüber plötzlich Hitze im Gesicht und Oberkörper spürt, kann die Beschwerden oft spürbar abmildern.
Gynäkologin und Podcasterin Katrin Schaudig ("Hormongesteuert") sagt, dass Hormone helfen können. "Hormone haben einen schlechten Ruf. Der Ruf ist aber schlechter als verdient", sagt sie. Eine Hormonersatztherapie mit Östrogenen, teils ergänzt um Gestagene, kann Beschwerden der Wechseljahre lindern. Auch Schlafstörungen und depressive Verstimmungen können sich dadurch bessern.
Medikamente setzen direkt am Hitzereiz an
Speziell gegen Hitzewallungen gibt es zudem Neurokinin-B-Hemmer. Diese Präparate setzen dort im Hirn an, wo die Hitzewallungen entstehen, und schalten den Hitzereiz aus. "Die funktionieren sehr gut", so Katrin Schaudig.
Welche Behandlung im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von der persönlichen Situation ab und wird in der gynäkologischen Praxis eingeordnet. Auch Nebenwirkungen spielen bei der Wahl der Therapie eine Rolle. Manche Frauen machen zudem mit pflanzlichen Präparaten auf Basis von Baldrian, Johanniskraut oder Traubensilberkerze gute Erfahrungen.
Auch Kleidung, Getränke und Essen können den Alltag erleichtern
Das "Frauengesundheitsportal" des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit nennt mehrere Maßnahmen, die im Alltag helfen können:
- Mehrere dünne Kleidungsschichten erleichtern es, bei aufsteigender Hitze schnell etwas abzulegen.
- Funktionsfasern nehmen Schweiß oft besser auf.
- Ein Fächer kann unterwegs kurzfristig Erleichterung bringen.
- Kaltes Wasser über die Handgelenke kann angenehm sein, wenn sich eine Hitzewallung ankündigt.
- Ein leichter Schal oder ein Schultertuch hilft, wenn nach der Hitzewallung Frösteln einsetzt.
Auch der Verzicht auf scharfe Gewürze, Alkohol oder Kaffee kann einen Unterschied machen. Hinzu kommen Sport und Entspannungsübungen, mit denen sich Hitzewallungen im Alltag oft besser bewältigen lassen. Wer starke Beschwerden hat, kann Nutzen und Risiken einer Behandlung ärztlich abwägen lassen. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |