Hitzeschutz in Rheinland-Pfalz: Grüne fordern Sofortprogramm
- Die Grünen-Politikerin Eder fordert von der Landesregierung unter anderem ein Sofortprogramm für Hitzewellen. (Archivbild)
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Rheinland-Pfalz. Bei extremer Hitze sollen Städte und Gemeinden im Land aus Sicht der Grünen schneller Hilfe für besonders gefährdete Menschen organisieren. Fraktionschefin Katrin Eder sagte der Deutschen Presse-Agentur in Mainz, viele Kommunen seien auf Hitzewellen noch nicht ausreichend vorbereitet.
Besonders großer Druck in den Großstädten
Nach Eders Einschätzung gibt es vor allem in den Großstädten Handlungsbedarf. Einige von ihnen zählten bundesweit zu den Städten mit einem besonders hohen Versiegelungsgrad. Zwar seien bei Begrünung, Entsiegelung und Hitzeschutz erste Schritte unternommen worden. Aus Sicht der Grünen reicht das aber nicht aus.
Eder kritisierte zudem, dass das kommunale Investitionsprogramm für Klimaschutz und Innovation bei Klimaanpassungsmaßnahmen auf höchstens 25 Prozent der Mittel begrenzt gewesen sei. In den kommenden Jahren müsse hier mehr geschehen.
Grüne verlangen neue Hilfen vom Land
Die Grünen halten es für falsch, dass die neue schwarz-rote Landesregierung keine Neuauflage des früher beschlossenen Investitionsprogramms für Klimaschutz und Innovation plant. Eder forderte die Landesregierung auf, diese Entscheidung zu überdenken. Außerdem müsse das Land eine Klimaanpassungsstrategie vorlegen und daraus konkrete Umsetzungsschritte ableiten.
Mehr Schutz für Ältere, Kinder und Kranke
Nach Ansicht der Grünen gibt es vor allem beim Schutz vulnerabler Gruppen Nachholbedarf. Genannt werden ältere Menschen, Kinder, chronisch Kranke, Pflegebedürftige und Menschen ohne kühle Rückzugsräume. Für sie müsse es bei extremer Hitze schnell erreichbare und verlässliche Hilfe geben.
Rheinland-Pfalz brauche deshalb ein Hitzeschutz-Sofortprogramm mit rasch umsetzbaren Maßnahmen. Dazu zählten nach Eders Angaben:
- zusätzliche Trinkwasserangebote
- Schattenplätze
- öffentlich zugängliche kühle Räume
- bessere Hitzevorsorge in Kitas, Schulen, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern
Städte sollen klimaangepasst umgebaut werden
Mittelfristig und langfristig müssten Städte nach den Vorstellungen der Grünen stärker an die Folgen von Hitze angepasst werden. Dazu gehörten mehr Bäume, zusätzliche Grünflächen, bessere Versickerungsmöglichkeiten und die gezielte Entsiegelung bestehender Flächen. Zugleich müsse vermieden werden, dass weitere Flächen versiegelt werden. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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