Hitze und Obdachlosigkeit: 6 praktische Wege, die im Alltag helfen

Symbolfoto: Bei großer Hitze können Wasser und ein Hinweis auf eine kühle Anlaufstelle helfen, Kreislaufprobleme bei obdachlosen Menschen zu vermeiden. | Foto: waranyu/stock.adobe.com
  • Symbolfoto: Bei großer Hitze können Wasser und ein Hinweis auf eine kühle Anlaufstelle helfen, Kreislaufprobleme bei obdachlosen Menschen zu vermeiden.
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  • hochgeladen von Lea Franziska Römer

Obdachlosen bei Hitze helfen. Wer an heißen Tagen einem obdachlosen Menschen begegnet, kann mit einfachen Dingen wie Wasser, Obst und einem Hinweis auf kühle Orte konkret dazu beitragen, Kreislaufproblemen und Dehydrierung vorzubeugen.

Viele Menschen können Hitze in der eigenen Wohnung aussitzen, Schatten suchen oder jederzeit Leitungswasser trinken. Für Menschen ohne festen Wohnsitz ist das oft nicht möglich. Die Folge sind lange Stunden in der Sonne, wenig Flüssigkeit und schneller Erschöpfung.

Darauf weist auch Die Heilsarmee in Deutschland hin. Jeannette Wedekind, Leiterin eines Wohn- und Übernachtungsheims der Heilsarmee in Göttingen, beschreibt, dass obdachlose Menschen gerade während Hitzewellen häufig ohne Zugang zu Trinkwasser sind und das Risiko für Dehydrierung und Kreislaufprobleme steigt. Betroffene kämen teils „total erschöpft“ an.

Sechs alltagstaugliche Hilfen, die direkt umsetzbar sind

  • Wasser anbieten. Eine gekaufte Flasche aus Supermarkt oder Kiosk kann in der akuten Situation am meisten bringen, weil Flüssigkeit bei Hitze schnell fehlt.
  • Obst schenken. Äpfel, Orangen oder Bananen unterstützen laut Heilsarmee dabei, Flüssigkeits- und Nährstoffhaushalt zu stabilisieren.
  • Pflegeprodukte mitgeben. Praktisch sind zum Beispiel Sonnencreme oder ähnliche Basics, die vor Sonnenbrand schützen können.
  • Auf kühle Anlaufstellen hinweisen. Soziale Einrichtungen können kurzfristig Entlastung schaffen. Bei der Heilsarmee in Göttingen gibt es etwa die Möglichkeit zu duschen, Wasser aufzufüllen und sich in der Kleiderkammer mit luftiger Sommerkleidung auszustatten.
  • Freundlich ansprechen. Ein kurzes Gespräch oder die Frage nach dem Befinden kann helfen, weil viele Betroffene berichten, im Alltag oft übersehen zu werden.
  • Hilfsorganisationen unterstützen. Geld- oder Sachspenden und ehrenamtliches Engagement tragen dazu bei, dass Angebote für wohnungslose Menschen aufrechterhalten werden können.

Praktisch zählt vor allem, was sofort wirkt: etwas zu trinken, ein kurzer Moment von Respekt und ein Hinweis auf einen Ort, an dem Abkühlung möglich ist.

Autor:

Meike Jakob aus Landau

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