Heizkosten sparen: Kellerdecke vor der Saison dämmen
- Kellerdecke dämmen, Heizkosten senken: Wer handwerkliches Geschick besitzt, kann die Dämmung der Kellerdecke selbst anbringen.
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Heizkosten sparen. Eine gedämmte Kellerdecke kann in Häusern mit unbeheiztem Keller die Wärmeverluste senken und den Fußboden im Erdgeschoss spürbar weniger kalt machen.
Kurz vor der Heizsaison lohnt sich diese Maßnahme besonders, weil sie vergleichsweise schnell umzusetzen ist. Nach Angaben des Informationsprogramms Zukunft Altbau sind jährlich bis zu zehn Prozent weniger Heizkosten möglich, wenn die Decke unbeheizter Kellerräume gedämmt wird.
Handwerklich geübte Eigentümer können die Dämmung häufig selbst anbringen. Dann fallen vor allem Materialkosten an. Geeignet sind laut Zukunft Altbau unter anderem Hartschaumplatten aus Polystyrol oder Polyurethan, Stein- und Mineralwollematten oder -platten sowie Naturdämmstoffe wie Holzweichfaser- oder Zelluloseplatten.
Der Dämmwert entscheidet über die passende Stärke
Wichtig ist der U-Wert, also der Wärmedurchgangskoeffizient des gedämmten Bauteils. Er sollte nach Möglichkeit unter 0,2 Watt pro Quadratmeter und Kelvin liegen. Bei Polyurethan reichen dafür laut Zukunft Altbau etwa zehn Zentimeter Dämmstoff, bei Holzweichfaser sind es rund 18 Zentimeter.
«Bei den meisten Dämmmaterialien reichen rund 14 Zentimeter, um die gewünschte Dämmung zu erreichen», so Frank Hettler von Zukunft Altbau. Welche Variante infrage kommt, hängt auch von der vorhandenen Deckenhöhe ab. Nach der Dämmung sollte der Keller noch gut nutzbar bleiben und mindestens zwei Meter hoch sein.
Vor dem Kleben muss die Kellerdecke sauber sein
Vor dem Dämmen sollte die Kellerdecke frei von Staub, Spinnweben und losem Putz sein. Schlecht oder gar nicht gedämmte Heizleitungen an der Kellerdecke werden sinnvollerweise vorher mit Dämmschalen oder Dämmschläuchen eingepackt.
Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online empfiehlt für lange, gerade Leitungen Dämmschläuche oder Dämmschalen aus Polyethylen. Bei vielen Bögen kann flexibler Kautschuk praktischer sein. Vor der Arbeit sollte die Heizungsanlage ausgeschaltet sein, weil heiße Rohre Dämmschläuche verformen können.
Bei glatten Decken lassen sich Dämmplatten häufig direkt ankleben. Je nach Material und Untergrund können auch Schienensysteme infrage kommen. Ob zusätzlich Dübel nötig sind, hängt von der Dicke der Dämmplatte und der Haftung der Decke ab.
- Glatte Decken eignen sich oft für geklebte Dämmplatten.
- Schlechter haftende Untergründe brauchen eher zusätzliche Dübel.
- Balkendecken oder gewölbte Decken benötigen meist eine Unterkonstruktion.
- Verdeckte Rohre sollten vor dem Anbringen der Dämmung dokumentiert werden.
Nach dem Befestigen können Dämmplatten je nach System verputzt, gestrichen oder mit Gipskartonplatten versehen werden. Maßgeblich sind die Angaben des Herstellers und die Beratung im Fachhandel.
Auch die oberen Kellerwände können Wärmebrücken verringern
Damit kalte Kellerwände den beheizten Bereich darüber nicht zusätzlich auskühlen, kann eine Dämmung der oberen 50 Zentimeter der Kellerwände sinnvoll sein. Zukunft Altbau nennt dafür mindestens vier Zentimeter Dämmstärke und eine Plattenbreite von etwa 50 Zentimetern.
Die Verbraucherzentralen halten es außerdem für sinnvoll, die Wände des Kellerabgangs auf der kalten Seite und die Unterseite der Treppe mitzudenken. So lassen sich Wärmebrücken reduzieren, die den Effekt der Deckendämmung schmälern können.
In beheizten oder bewohnten Kellern bringt eine Kellerdeckendämmung dagegen meist keinen Vorteil. Dort kommen eher Kellerboden oder Kelleraußenwand von innen infrage, was nach Einschätzung von Zukunft Altbau besser fachlich geprüft wird. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |