Hausärzte in Rheinland-Pfalz kritisieren frühe Impfstoff-Frist
- Die Hausärzte seien dafür verantwortlich Impfstoff in Oberarme zu bringen. (Symbolbild)
- Foto: dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Grippeimpfung. Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Rheinland-Pfalz warnt vor Problemen bei der Versorgung, wenn Praxen Grippeimpfstoffe schon bis Ende März bestellen sollen.
Nach Angaben des Verbandes ist es für Hausarztpraxen nicht möglich, den Bedarf für die kommende Grippesaison seriös vorherzusagen. Grund dafür ist eine veränderte Versorgungslandschaft. Neben Hausärzten bieten auch Apotheken und Betriebsärzte Impfungen an. Wie viele Patientinnen und Patienten sich letztlich in der Praxis impfen lassen, sei offen.
PEI verweist auf lange Produktionszeiten
Das Paul-Ehrlich-Institut als zuständige Bundesbehörde hält an der Frist fest. Für eine bedarfsgerechte Planung sei es notwendig, dass Bestellungen von Ärztinnen und Apotheken bis Ende März vorlägen. Die Herstellung von Grippeimpfstoffen dauere mehrere Monate.
Die Vorsitzende des Hausärzteverbands Rheinland-Pfalz, Barbara Römer, widerspricht. Die organisatorische Begründung passe nicht zum Praxisalltag. Verlässlicher für die Planung seien bundesweite Daten zu Risikogruppen sowie die bei den Kassenärztlichen Vereinigungen vorhandenen Impfzahlen aus vergangenen Quartalen.
Verband sieht andere Zuständigkeit
Aus Sicht des Verbandes liegt die Verantwortung für eine ausreichende Impfstoffverfügbarkeit nicht bei den Hausärzten. Aufgabe der Praxen sei es, auf freiwilliger Basis möglichst viele Menschen zu impfen. Die Frage der Mengenplanung müsse auf anderen Ebenen gelöst werden. dpa/red
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
|
| Cornelia Bauer auf Facebook | |