Gutes Hundeshampoo finden: Viele Produkte fallen im Test durch

Brause für Bello: Hunde sollten nicht zu oft gebadet werden. | Foto: dpa
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Hundeshampoo im Test. Wer den eigenen Hund baden muss, sollte das Shampoo genauer auswählen. Eine Untersuchung von Öko-Test zeigt, dass viele Produkte problematische Stoffe enthalten oder grundlegende Angaben fehlen. Von 22 geprüften Hundeshampoos fallen fast die Hälfte mit der Note "ungenügend" durch.

Die Tester nahmen Produkte mit Preisen zwischen 1,99 und 19,99 Euro unter die Lupe. Kritik gab es unter anderem wegen bedenklicher Konservierungsmittel, fehlender Inhaltsstofflisten und Abweichungen beim pH-Wert. In einzelnen Shampoos fanden die Prüfer Formaldehyd, Isothiazolinone oder den bioziden Wirkstoff IPBC.

Formaldehyd kann bereits in geringen Mengen die Schleimhäute reizen und Allergien auslösen. Über die Atemluft aufgenommen gilt der Stoff zumindest für den Menschen als krebserregend.

Vier Hundeshampoos schneiden im Test gut ab

Nur vier der geprüften Produkte waren frei von potenziell schädlichen Stoffen. Zwei erhielten die Gesamtnote "sehr gut": das Lila Loves It Shampoo Shine & Comb sowie das Petchen Langhaar Hundeshampoo. Mit "gut" bewertet wurden das Aniforte Fellharmonie Kokos Shampoo für alle Felltypen und das Beaphar Bio Fellglanz Shampoo.

In einem anderen Produkt entdeckten die Tester den bioziden Wirkstoff IPBC, obwohl das Shampoo gleichzeitig mit einem süßen Duft beworben wurde. Laut Öko-Test-Leiterin Annette Dormann stellt sich bei Hundeshampoo mit Kokosduft oder als Zuckerwatte-Edition die Frage, "ob es dabei um das Wohl des Tieres geht – oder eher um die Vorlieben von Frauchen oder Herrchen".

Warum Menschenshampoo für Hunde keine gute Idee ist

Hundeshampoos gelten in Deutschland rechtlich nicht als Kosmetikprodukte. Sie fallen unter die Detergenzienverordnung für Wasch- und Reinigungsmittel. Diese schreibt vor, dass ein Verzeichnis der Inhaltsstoffe vorhanden sein muss. Bei fünf der getesteten Produkte fehlte eine solche Liste.

Auch der Griff zum eigenen Shampoo ist laut Öko-Test keine gute Lösung. Hundehaut hat einen anderen pH-Wert als menschliche Haut. Menschenshampoo kann deshalb den Säureschutzmantel der Hundehaut angreifen. Wird die Hautflora gestört, steigt die Anfälligkeit für Bakterien, Pilze und Parasiten.

Fellpflege beginnt meist ohne Shampoo

Für die tägliche Pflege empfehlen die Tester vor allem einfache Maßnahmen:

  • Regelmäßiges Bürsten gilt als wichtigste Grundlage der Fellpflege.
  • Baden sollte möglichst selten erfolgen und Shampoo nur bei starkem Schmutz oder unangenehmem Geruch eingesetzt werden.
  • Nach dem Waschen hilft ein saugfähiges Handtuch beim Trocknen.
  • Das Fell sollte anschließend an der Luft trocknen, möglichst ohne Zugluft.
  • Bei langhaarigen Hunden kann ein Föhn helfen, wenn das Tier daran gewöhnt ist und die Luft nur lauwarm eingestellt wird.

Die Ergebnisse zeigen, dass beim Hundebad nicht nur der Duft zählt, sondern vor allem eine möglichst einfache und gut deklarierte Rezeptur. dpa/red

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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