Gewittergefahr in Baden-Württemberg: Schwüle nach Rekordhitze

Gewitter ziehen übers Land. | Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
  • Gewitter ziehen übers Land.
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Baden-Württemberg. Nach der extremen Hitze am Wochenende bleibt das Wetter im Südwesten belastend. Zwar sinken die Temperaturen etwas. Dafür wird es vielerorts schwül und am Montag, 29. Juni, drohen am Nachmittag und Abend neue Gewitter mit lokalem Unwetterpotenzial.

Der Deutsche Wetterdienst rechnet mit Schauern und Gewittern, die sich im Tagesverlauf entwickeln können. Besonders im Blick stehen Regionen im Süden und Osten des Landes. Auch Veranstaltungen im Freien könnten kurzfristig betroffen sein.

Risiko für Starkregen, Hagel und Sturmböen

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes besteht das größte Risiko für kräftige Gewitter in Oberschwaben und im Allgäu. Dort können innerhalb kurzer Zeit große Regenmengen fallen.

Mögliche Begleiterscheinungen der Gewitter:

  • Starkregen mit bis zu 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit
  • Hagel mit Korngrößen bis etwa zwei Zentimeter
  • Sturmböen in einzelnen Gewitterzellen

Wo genau sich die heftigsten Gewitter bilden, lässt sich laut Meteorologen kurzfristig nur schwer vorhersagen.

Die Temperaturen steigen am Montag auf etwa 25 bis 29 Grad. Damit bleibt es deutlich unter den Werten vom Wochenende. Am Samstag, 27. Juni, wurden im Ortsteil Waghäusel-Kirrlach im Landkreis Karlsruhe nach vorläufigen Angaben 41,4 Grad gemessen. Schon am Freitag, 26. Juni, waren dort 40,6 Grad registriert worden.

Abkühlung kommt nur schrittweise

Eine spürbare Abkühlung lässt noch auf sich warten. Laut Meteorologe Christian Ehmann bringt die Kaltfront die kühlere Luft nur in mehreren Schüben nach Baden-Württemberg. Eine klare Trennlinie zwischen heißer und kühler Luft gebe es derzeit nicht. Am Dienstag, 30. Juni, kann es am Rhein noch einmal um 30 Grad oder etwas darüber erreichen. Gleichzeitig sind bereits am Vormittag neue Schauer und Gewitter möglich, die im Tagesverlauf häufiger und kräftiger werden können.

Mittwoch und Donnerstag etwas ruhiger

Am Mittwoch, 1. Juli, kann es zunächst vor allem im Osten des Landes weiter regnen und gewittern. Am Rhein bleibt es dagegen eher trocken. Für Donnerstag, 2. Juli, erwarten die Meteorologen wechselnde Bewölkung und meist trockenes Wetter. Der Regen sorgt dabei nur kurzzeitig für Abkühlung. Gleichzeitig steigt die Luftfeuchtigkeit, wodurch sich die Hitze vielerorts noch drückender anfühlen kann. Besonders Städte speichern nach der Hitzewelle weiterhin viel Wärme. Mit Blick auf den Juli beginnt laut Wetterdienst nun die statistisch heißeste Phase des Jahres. Temperaturen deutlich über 25 Grad bleiben daher in der kommenden Woche wahrscheinlich. dpa/red

Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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