Gefriergetrocknete Früchte: Knuspriger Snack mit Vitaminen, aber auch Nachteilen
- Knusprige Zeitkapseln: Gefriergetrocknete Früchte bewahren Geschmack, Farbe und Vitamine, und eignen sich perfekt für den Genuss außerhalb der Obstsaison. (zu dpa: «Was für gefriergetrocknete Früchte spricht - und was dagegen»)
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Gefriergetrocknete Früchte. Der knusprige Snack enthält viele Vitamine und intensives Aroma. Gleichzeitig steckt deutlich mehr Zucker pro Portion darin als in frischem Obst. Wer die Vor- und Nachteile kennt, kann besser einschätzen, wann gefriergetrocknete Früchte eine sinnvolle Ergänzung im Alltag sind.
Ob Erdbeeren, Heidelbeeren, Mango oder Ananas. Gefriergetrocknete Früchte sind inzwischen in vielen Supermärkten zu finden. Sie sind sofort verzehrfertig, müssen nicht gewaschen oder geschnitten werden und lassen sich lange lagern. Der intensive Geschmack entsteht, weil den Früchten fast das gesamte Wasser entzogen wird. Genau dieser Effekt sorgt für den typischen knackigen Biss und das konzentrierte Aroma. Das Verfahren gilt zugleich als besonders schonend.
Warum Farbe, Vitamine und Aroma erhalten bleiben
Nach Angaben des Bundeszentrums für Ernährung werden die Früchte zunächst bei Temperaturen von bis zu minus 85 Grad schockgefrostet. Das Wasser im Inneren gefriert dabei so schnell, dass die Zellstruktur weitgehend erhalten bleibt. Anschließend wird den gefrorenen Fruchtstücken in einer Vakuumkammer das Wasser entzogen. Dabei überspringt das Eis den flüssigen Zustand und wird direkt gasförmig. Dieser Prozess dauert mehrere Stunden und benötigt vergleichsweise viel Energie. Der Vorteil des Verfahrens besteht darin, dass Vitamine, Farbe und Aromastoffe größtenteils erhalten bleiben. Deshalb gelten gefriergetrocknete Früchte grundsätzlich als hochwertige Lebensmittel.
Mehr Zucker pro Portion als bei frischem Obst
Trotz der Vorteile nennen Ernährungsexperten auch einige Nachteile.
- Der natürliche Zucker ist stark konzentriert, weil das Wasser fehlt. Bei Erdbeeren kann der Zuckergehalt etwa zehnmal höher sein als bei frischen Früchten.
- Die Produkte sind meist deutlich teurer als frisches oder tiefgekühltes Obst.
- Viele Früchte stammen aus weit entfernten Ländern. Bei verarbeitetem Obst besteht keine Kennzeichnungspflicht für die genaue Herkunft.
Mit Schokolade überzogen zählen gefriergetrocknete Früchte trotz ihres fruchtigen Kerns klar zu Süßigkeiten.
Lange haltbar und praktisch als Vorrat
Ein praktischer Vorteil ist die lange Haltbarkeit ohne Konservierungsstoffe. Die Produkte eignen sich daher auch als Vorrat für Zeiten, in denen bestimmte Obstsorten keine Saison haben. Da durch das Trocknen auch viele Ballaststoffe enthalten sind, empfehlen Ernährungsexperten, ausreichend Wasser dazu zu trinken. Nach dem Öffnen sollte die Packung luftdicht verschlossen oder der Inhalt in eine gut schließende Dose umgefüllt werden. So bleiben die Früchte knusprig und schimmeln nicht.
Im Alltag gelten gefriergetrocknete Früchte daher eher als praktische Ergänzung als als vollständiger Ersatz für frisches Obst. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |