Gasgeruch in der Wohnung: So wird ein Gasleck richtig eingeordnet
- Gasgeruch im Haus kann schon bei kleinen Mengen auftreten. Entscheidend ist, Funkenquellen zu vermeiden und Anlagen nur vom Fachbetrieb warten zu lassen.
- Foto: Evgen/stock.adobe.com
- hochgeladen von Thorsten Kornmann
Gasgeruch in der Wohnung. Wer plötzlich einen Geruch nach faulen Eiern, Knoblauch oder Klebstoff bemerkt, sollte das als möglichen Hinweis auf austretendes Erdgas oder Flüssiggas einordnen und Funkenquellen vermeiden.
Darauf macht die Aktion DAS SICHERE HAUS e.V. (DSH) aufmerksam. Der Hintergrund ist praktisch. Erdgas und Flüssiggas sind von sich aus geruchlos. Damit ein Leck überhaupt wahrgenommen wird, werden stark riechende Duftstoffe beigemischt.
Wichtig ist die Einordnung, die im Alltag beruhigt und trotzdem hilft. Schon sehr kleine Gasmengen können intensiv riechen. Ein starker Geruch bedeutet nicht automatisch, dass bereits viel Gas in der Luft ist.
Was bei Gasgeruch zählt und welche Fehler zu vermeiden sind
Im Ernstfall hilft es, ruhig zu bleiben, um die nächsten Schritte sicher zu sortieren. DSH-Geschäftsführerin Dr. Susanne Woelk betont, dass Besonnenheit entscheidend ist, um richtig zu reagieren.
Typische Fehler entstehen aus Routine oder Aufregung, weil viele Handgriffe elektrische Kontakte auslösen können. Dazu zählen vor allem:
- Kein Handy im Haus benutzen.
- Keine elektrischen Geräte ein oder ausschalten, zum Beispiel keinen Dunstabzug.
- Nicht klingeln oder elektrische Türöffner nutzen, auch nicht bei Nachbarn.
Neben dem richtigen Verhalten im Moment selbst senkt Vorbeugung das Risiko. Wer Gas zum Kochen, Heizen oder für Warmwasser nutzt, sollte nicht selbst an Leitungen oder Geräten arbeiten. Reparaturen und die jährliche Wartung gehören in die Hände eines Fachbetriebs.
Praktische Konsequenz: Gasgeruch ist vor allem ein Signal, Funkenquellen konsequent zu vermeiden und Wartung und Reparaturen fachgerecht erledigen zu lassen.
Autor:Meike Jakob aus Landau |