Gaming-Account schützen: So bleiben Skins und Guthaben sicher
- Wertvolle Beute: Accounts mit seltenen Skins, Spielhistorien oder Zahlungsdaten sind ein beliebtes Ziel für Hacker.
- Foto: Zacharie Scheurer/dpa-mag
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Gaming-Account schützen. Kostenlose Skins, Items oder In-Game-Guthaben sind oft der Einstieg in Phishing, bei dem Accounts und wertvolle Inhalte verloren gehen können.
Wer auf Seiten landet, die angeblich das eigene Inventar bewerten, exklusive Belohnungen freischalten oder Gratis-Guthaben versprechen, sollte besonders vorsichtig sein. Nach Einschätzung des Verbraucherschutzportals «Watchlist Internet» steckt dahinter häufig der Versuch, Zugangsdaten für Gaming-Plattformen abzugreifen.
Betroffen sind nicht nur seltene oder teure Skins. Auch lange Spielhistorien, gekaufte Inhalte und hinterlegte Zahlungsdaten können für Kriminelle interessant sein, weil sich Konten mit viel Zeit- und Geldeinsatz oft gut weiterverkaufen lassen.
Gratis-Angebote sind oft nur der Köder
Kritisch sind vor allem Webseiten, auf denen eine Anmeldung mit bestehenden Gaming-Accounts verlangt wird. Genau dort beginnt oft der Datenklau.
Zu den typischen Zielen solcher Phishing-Seiten gehören
- seltene oder teure Skins
- eine lange Spielhistorie
- gekaufte Inhalte
- hinterlegte Zahlungsdaten
Nach einem Datenklau zählt vor allem Tempo
Wer Zugangsdaten oder Sicherheitscodes bereits eingegeben hat, sollte schnell reagieren. Oft lässt sich der Schaden noch begrenzen, wenn Passwörter sofort geändert oder Wiederherstellungsfunktionen genutzt werden.
Sinnvoll ist in solchen Fällen meist auch, das verknüpfte E-Mail-Konto abzusichern. Darüber können häufig weitere Zugänge zurückgesetzt werden. Wurde mit Zahlungsdaten Missbrauch betrieben, kann zusätzlich eine Kontaktaufnahme mit Bank und Polizei wichtig sein.
Hilfreich für die spätere Aufklärung sind gesicherte Belege wie Screenshots der Phishing-Seite, E-Mails oder Chat-Nachrichten. Auch das Umfeld zu informieren, kann weitere Betrugsversuche über ein gestohlenes Konto erschweren.
Mit Zwei-Faktor-Schutz sinkt das Risiko deutlich
Zur Vorbeugung empfehlen Verbraucherschützer, bei Gaming-Seiten und Plattformen konsequent die Zwei-Faktor-Authentisierung zu nutzen. Auch Sicherheitsmails sollten genau gelesen werden, damit erkennbar bleibt, ob ein Code für eine Anmeldung oder für eine Kontoänderung gedacht ist.
Zusätzlich kann es helfen, regelmäßig verbundene Apps und Webseiten zu prüfen und unbekannte Zugriffe zu entfernen. Für jedes Konto eigene, starke Passwörter oder Passkeys erhöhen den Schutz im Alltag deutlich. Wer Gratis-Angebote rund um Skins und Guthaben grundsätzlich misstrauisch prüft, senkt das Verlustrisiko meist am stärksten. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |