Frostschutz im Frühjahr – Trick hilft Gartenpflanzen bei Minusgraden
- Wird es im Frühjahr nachts noch mal frostig, kann ein Vlies empfindliche Pflanzen vor Schäden schützen
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Pflanzen vor Frost schützen. Leichte Nachtfröste können im Frühjahr bereits gepflanzte Blumen, Obstgehölze oder Gemüse schädigen. Besonders gefährdet sind Pflanzen, die nach milden Tagen schon austreiben oder blühen. Mit einfachen Mitteln lassen sich viele Kulturen kurzfristig vor Kälte bewahren.
Welche Pflanzen sollte man im Frühjahr vor Frost schützen?
Tagsüber Sonne und warm, nachts dunkel und Frost. Diese Wetterlage kann im Garten schnell Probleme verursachen. Vor allem früh blühende Ziergehölze wie Forsythien oder Magnolien reagieren empfindlich, ebenso viele Obstbäume während der Blüte. Aber auch Stauden oder Rosengewächse wie beispielsweise die Erdbeere brauchen Schutz vor Kälte.
Neben diesen Gartenpflanzen reagiere die meisten Balkonpflanzen auf kalte Nächte. Wärmeliebende Gemüsepflanzen soll man schon früh im Jahr anzüchten, jedoch vertragen auch sie niedrige Temperaturen schlecht. Dazu zählen unter anderem:
- Tomaten
- Gurken
- Bohnen
- Zucchini
- Kräuter wie Basilikum
Wie schütze ich meine Pflanzen im Garten vor Frost?
Topfpflanzen sind im Vergleich zu Gartenpflanzen leicht vor dem Frost zu schützen. Eine einfache Vorsorge besteht darin, bewegliche Pflanzen vorübergehend an frostfreie Orte zu bringen. Geeignet sind etwa Garage oder Keller. Alternativ können Kübel dicht an eine Hauswand gestellt werden, möglichst wind- und regengeschützt.
Kälteempfindliche Kräuter dagegen wie Basilikum bleiben nach Empfehlung der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) ohnehin besser noch bis Mitte Mai auf einer hellen Fensterbank. Auch die oben genannten Gemüsepflanzen sollten bis zur Kalten Sophie noch in Innenräumen bleiben.
Was ist der beste Frostschutz für Pflanzen?
Den besten Frostschutz für Beete oder Kübelpflanzen kann ein Gartenvlies bieten. Das leichte Material ist wasser- und luftdurchlässig und wird einfach über Pflanzen gelegt oder über Beete gespannt. Kleinere Gehölze lassen sich damit auch komplett umhüllen.
Bei Frost kann sich unter dem Schutzgewebe durch aufsteigende Bodenfeuchtigkeit eine dünne Eisschicht bilden. Sie verringert laut LWG die Abstrahlung der Bodenwärme. Ein leichtes Gartenvlies kann junge Triebe dadurch bei Außentemperaturen bis etwa minus fünf Grad Celsius schützen. Zusätzlich speichert das Material tagsüber Sonnenenergie.
Wann darf ich den Frostschutz wieder abnehmen?
Der Industrieverband Agrar (IVA) empfiehlt, die Abdeckung morgens wieder zu entfernen, sobald die Temperaturen über den Gefrierpunkt steigen. Wenn es gegen Abend oder Nacht wieder kühl, sollte man das Vlies trotzdem bereit liegen haben, damit man die Pflanzen schnell wieder abdecken kann. Stehen mehrere Frostnächte an, kann ein Schutzvlies je nach Material und Wetterlage auch zwei bis drei Tage auf den Pflanzen bleiben.
Als zusätzliche Maßnahme lässt sich in Beeten die Erde mulchen. Dabei wird der Boden mit organischem Material bedeckt, etwa mit Rasenschnitt nach dem ersten Mähen im Jahr. Die Schicht kann helfen, Wärme im Boden zu halten. In Phasen mit kalten Nächten entscheidet oft schon dieser einfache Schutz darüber, ob junge Pflanzen unbeschadet bleiben.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |