Freibäder in Rheinland-Pfalz: So bereiten sich Städte auf den Sommer vor
- In den vergangenen Jahren standen Freibäder in Deutschland wegen einzelner Vorfälle wie Übergriffen oder Konflikten wiederholt im Fokus der Öffentlichkeit. (Symbolbild)
- Foto: Harald Tittel/dpa
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Rheinland Pfalz. Mit dem Start der Freibadsaison rückt für viele Besucher auch das Thema Sicherheit in den Fokus. Mehrere Kommunen in Rheinland Pfalz bereiten sich auf den Sommer vor und setzen auf unterschiedliche Maßnahmen. Gleichzeitig bleiben die Eintrittspreise vielerorts stabil. In einigen Bädern steigen sie jedoch moderat.
In den vergangenen Jahren standen Freibäder bundesweit immer wieder im Mittelpunkt der Diskussion über Sicherheit im Badebetrieb. Aufmerksamkeit erregte unter anderem ein Vorfall im hessischen Gelnhausen. Dort meldeten mehrere Mädchen dem Personal, sie seien im Becken aus einer Gruppe von Männern heraus am ganzen Körper angefasst worden.
Vor diesem Hintergrund haben Kommunen und Betreiber der Deutschen Presse Agentur Einblicke gegeben, wie sie ihre Freibäder in der Saison organisieren.
Koblenz setzt auf zusätzliche Sicherheitskräfte
In Koblenz kommen im Freibad Oberwerth an stark besuchten Tagen zusätzliche Sicherheitskräfte zum Einsatz. Ihr Einsatz richtet sich nach Wetterlage und Besucherzahl. Eine Erhöhung der Zahl der Wasseraufsichtskräfte ist derzeit nicht geplant. Der reguläre Eintritt beträgt fünf Euro.
Rhein-Pfalz-Kreis investiert in Schulungen
Im Rhein Pfalz Kreis setzt man vor allem auf Schulungen des Personals. Dazu gehören Konflikttraining und Servicekurse. Im Kreisbad Mutterstadt unterstützen an heißen Tagen und an Wochenenden zwei Sicherheitskräfte das Team.
Für zusätzlichen Sicherheitsdienst können laut Kreis rund 40.000 Euro anfallen. Ab Sonntag, 1. Juni, steigen die Eintrittspreise erstmals seit 2007 im Schnitt um rund zehn Prozent. Gründe sind höhere Energie und Personalkosten. Im Kreisbad Römerberg kostet eine reguläre Einzelkarte derzeit 3,50 Euro.
Speyer und Kaiserslautern halten Preise stabil
Im Sport und Erlebnisbad Bademaxx in Speyer bleibt das bestehende Sicherheitskonzept bestehen. Bei hoher Auslastung wird zusätzliches Sicherheitspersonal eingesetzt. Im vergangenen Jahr fielen dafür rund 15.000 Euro an. Die Eintrittspreise bleiben unverändert. Eine Tageskarte kostet sechs Euro. Das Freibad öffnet ab Montag, 19. Mai.
Auch in Kaiserslautern setzt die Stadt auf qualifiziertes Fachpersonal. Eine Aufstockung der Aufsichtskräfte gab es nicht. Gleichzeitig wird es laut Stadt schwieriger, geeignetes Personal zu gewinnen. Die Preise bleiben stabil. Im Freibad Waschmühle kostet eine Einzelkarte 3,50 Euro.
Prävention in Landstuhl und Sicherheit in Trier
In Landstuhl beteiligt sich das Naturerlebnisbad an der Aktion „Flossen weg“. Die Initiative informiert über den Umgang mit sexualisierter Belästigung und vermittelt Strategien für kritische Situationen. Zusätzliche Kosten oder mehr Aufsichtskräfte gibt es derzeit nicht. Erwachsene zahlen für eine Tageskarte vier Euro.
Die Stadtwerke Trier setzen in allen Bädern weiterhin Sicherheitspersonal ein. Besonders auf Außenflächen und an Eingängen sind Kräfte im Einsatz. Die Konzepte werden regelmäßig gemeinsam mit Polizei und Fachleuten überprüft. Der reguläre Eintritt liegt bei fünf Euro.
Technik und Sicherheitsdienst in Vallendar und Ludwigshafen
Das Freizeitbad Vallendar nutzt ein Scannersystem am Eingang. Damit wird sichergestellt, dass sich maximal 1.600 Gäste gleichzeitig im Bad aufhalten. So soll das Aufsichtspersonal auch an stark besuchten Tagen den Überblick behalten. Eine Einzelkarte kostet sieben Euro.
Im Freibad am Willersinnweiher in Ludwigshafen arbeitet die Stadt seit Jahren mit einem privaten Sicherheitsdienst. Dieser wird je nach Wetter und Besucherzahl eingesetzt. Die Kosten lagen zwischen Juni und September im Jahr 2024 bei rund 12.700 Euro und im Jahr 2025 bei rund 19.000 Euro. Die Eintrittspreise bleiben in der Saison unverändert. Das Freibad öffnet ab Mittwoch, 21. Mai. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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