Fangfragen im Jobgespräch nutzen: So wirken Bewerber souverän

Stressfragen souverän meistern: Fangfragen im Vorstellungsgespräch zielen auf Selbstreflexion, Ehrlichkeit und Stressresistenz und kein Grund zur Panik.  | Foto: dpa
  • Stressfragen souverän meistern: Fangfragen im Vorstellungsgespräch zielen auf Selbstreflexion, Ehrlichkeit und Stressresistenz und kein Grund zur Panik.
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Vorstellungsgespräch Fangfragen nutzen. Fangfragen im Vorstellungsgespräch lassen sich oft in einen Vorteil verwandeln, wenn Bewerber das eigentliche Ziel dahinter erkennen und kurz innehalten. So wird aus einer unangenehmen Situation eher eine Gelegenheit, Selbstreflexion, Ehrlichkeit und Ruhe zu zeigen.

Karriereberater und Buchautor Jochen Mai rät dazu, scheinbar heikle Fragen nicht als Angriff zu verstehen. Personalverantwortliche wollten Bewerber damit in der Regel nicht bloßstellen. Vielmehr gehe es darum, Selbstreflexion, Ehrlichkeit und Stressresistenz zu prüfen. Wer diesen Perspektivwechsel verinnerlicht, kann laut Mai auch provokante Fragen besser einordnen.

Kurze Pause wirkt oft souveräner als eine schnelle Antwort

Ein typisches Beispiel ist die Frage "Haben Sie sich auch woanders beworben?". Dahinter steckt nach Einschätzung des Experten vor allem, wie ernsthaft eine Bewerbung gemeint ist. Geht es gezielt um diese Stelle oder nur um irgendeinen neuen Job. Da mehrere Bewerbungen meist ohnehin naheliegen, kann es reichen, ein oder zwei passende Branchen zu nennen statt einzelne Unternehmen offenzulegen.

Gerade bei provokanten Fragen kann eine kurze Mikropause helfen. Nach dem Motto: "Das ist eine interessante Frage. Darüber muss ich kurz nachdenken". Das wirke souverän und gebe Zeit für eine strukturierte Antwort.

  • Eine kurze Denkpause verhindert vorschnelles Losreden.
  • Sie hilft, die Frage erst einzuordnen und dann knapp zu antworten.
  • Eine ehrliche und kurze Antwort passt oft besser als auswendig gelernte Floskeln.

Am Ende zeigt sich im Gespräch nicht nur, ob ein Bewerber zum Unternehmen passt, sondern auch, ob die Stelle zum Bewerber passt. Fangfragen sind damit vor allem eine Chance, Haltung und Klarheit zu zeigen. dpa/red

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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