Fakeshops bei Klimaanlagen erkennen: Darauf kommt es jetzt an
- Mobile Split-Klimaanlagen wie diese sind derzeit schwer zu bekommen und wegen der Nachfrage teurer geworden. Das nutzen Betrüger aus, um Suchenden Geräte unterzujubeln, in denen nichts anderes als einfache Ventilatoren stecken.
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Fakeshops Klimaanlagen erkennen. Wer jetzt ein günstiges Klimagerät sucht, kann mit ein paar Prüfzeichen fragwürdige Shops schneller aussortieren und Fehlkäufe vermeiden. Nach der Hitzewelle Ende Juni ist die Nachfrage nach mobilen Klimaanlagen stark gestiegen. Genau dann tauchen im Netz vermehrt Angebote auf, die mehr versprechen, als sie halten.
Nach Angaben des Verbraucherschutzportals „Watchlist Internet“ locken solche Shops mit erfundenen Medienberichten, KI-Videos, Fake-Gütesiegeln und Aussagen wie „Raumfahrttechnologie“. Besonders auffällig sind angebliche Klimaanlagen „ohne Installation“, die für rund 70 bis 140 Euro als „revolutionäres Klimagerät“ beworben werden.
Hinter vielen Billigangeboten steckt nur ein Ventilator
Was bei solchen Bestellungen ankommt, ist laut den Verbraucherschützern oft kein echtes Klimagerät, sondern nur ein einfaches Gerät mit normalem Ventilator. Eine nennenswerte Kühlleistung sei damit nicht zu erwarten.
Für den Alltag ist das wichtig, weil sich echte mobile Klimaanlagen schon technisch klar von solchen Mini-Geräten unterscheiden. Wenn Werbung verspricht, Räume in wenigen Minuten herunterzukühlen, dabei fast keinen Strom zu verbrauchen und nur etwa 100 Euro zu kosten, passt das laut Verbraucherschützern meist nicht zusammen.
Diese Warnzeichen sprechen für einen unseriösen Shop
Problematische Anbieter lassen sich häufig an mehreren Punkten erkennen:
- Übertriebene Werbeversprechen zu Kühlleistung, Preis und Stromverbrauch.
- Emotionalisierende Geschichten wie die erfundene Erzählung über einen Ingenieur aus München, der nach einem Hitzefall in der Familie ein geheimes Wundegerät entwickelt habe.
- Ein Impressum mit Firmensitz im Ausland, obwohl mit deutscher Qualität geworben wird.
- Negative Bewertungen auf vertrauenswürdigen Plattformen und auffällig ähnliche positive Kommentare.
Zusätzliche Orientierung bietet der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen. Auch Hinweise zur Seriosität von Gütesiegeln helfen bei der Einordnung.
Bei falscher Lieferung kommen Chargeback und Käuferschutz infrage
Wenn statt einer Klimaanlage nur minderwertige Ware geliefert wird, sehen Verbraucherschützer Rücksendungen auf eigene Kosten oft kritisch. Je nach Zahlart kann ein Kreditkarten-Chargeback wegen „einer falschen oder nicht vertragsgemäße Ware“ möglich sein. Bei Zahlungsdiensten mit Käuferschutz kann auch eine Rückerstattung infrage kommen.
Unterm Strich gilt bei Klimageräten im Sommer. Je spektakulärer das Versprechen und je niedriger der Preis, desto genauer lohnt sich der Blick auf Shop, Impressum und Bewertungen. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |