Essbare Blüten erkennen: Diese Sorten passen auf den Teller
- Leckere Vielfalt: Zahlreiche Blüten von Kräutern, Zier- und Wildpflanzen eignen sich hervorragend als dekorative und aromatische Ergänzung für Speisen.
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Essbare Blüten. Blüten können Salate, Suppen oder Desserts nicht nur dekorativer machen, sondern auch zusätzliche Aromen liefern. Voraussetzung ist allerdings, dass die Pflanzen eindeutig bestimmt sind und unbehandelt wachsen. Denn nicht jede Blüte ist automatisch für den Verzehr geeignet.
Das Auge isst mit. Genau deshalb werden essbare Blüten in der Küche immer häufiger als Garnitur eingesetzt. "Sie bringen nicht nur Farbe auf den Teller, sondern auch echt leckere Aromen", sagt Katharina Holthausen, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern.
Allerdings gilt Vorsicht bei unbekannten Pflanzen. "Deshalb sollte man nicht einfach jede Blüte essen, sondern genau wissen, um welche Pflanze es sich handelt."
Viele Kräuter- und Gartenblüten sind essbar
Eine Reihe bekannter Kräuter und Gartenpflanzen liefert Blüten, die sich problemlos in der Küche verwenden lassen. Dazu zählen unter anderem:
- Salbei
- Schnittlauch
- Borretsch
- Kapuzinerkresse
- Bohnenkraut
- Thymian
Auch viele Zier- und Wildpflanzen gelten als essbar. Beispiele sind:
- Lavendel
- Gänseblümchen
- Löwenzahn
- Wiesenschaumkraut
- Gundermann
- Rosen
- Veilchen
- Begonien
- Dahlien
- Duftgeranien
- Gladiolen
- Kornblumen
- Ringelblumen
- Holunderblüten
- Zucchiniblüten
Gerade für Menschen ohne botanische Erfahrung kann ein Pflanzenratgeber sinnvoll sein. Manche essbaren Blüten sehen anderen Arten sehr ähnlich, die nicht für den Verzehr geeignet sind.
Blühende Petersilie gilt als problematisch
Bei einigen Kräutern verändert sich während der Blüte die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe. Die Verbraucherzentrale rät deshalb zur Vorsicht bei Petersilie. Während der Blüte enthält sie mehr ätherische Ölbestandteile, die in größeren Mengen mitunter gesundheitsschädlich sein können. Zudem schmecken die Blätter dann deutlich bitterer und werden in der Küche meist nicht mehr verwendet.
Ungespritzte Blüten verwenden
Wichtig ist außerdem die Herkunft der Blüten. Verzehrt werden sollten nur Pflanzen, die nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wurden. Wer essbare Blüten im eigenen Garten oder auf dem Balkon anbaut, hat darüber die größte Kontrolle. Entsprechendes Saatgut ist im Handel erhältlich.
Beim Sammeln in der Natur gelten rechtliche Grenzen. Wildpflanzen dürfen laut Bundesnaturschutzgesetz nur "in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf" gesammelt werden. Geschützte Arten dürfen gar nicht gepflückt werden.
Als günstiger Zeitpunkt für die Ernte gilt der Vormittag, wenn die Blüten vollständig geöffnet sind. Anschließend sollten sie möglichst frisch verarbeitet werden. In kühlem Wasser bleiben sie einige Stunden haltbar. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |