ePA für Beschäftigte: Zugang von Betriebsärzten gezielt sperren

Bald mehr Einblick für den Betriebsarzt? Ein Referentenentwurf sieht vor, dass Betriebsärzte künftig auf die elektronische Patientenakte zugreifen können – Beschäftigte müssten aktiv widersprechen.  | Foto: dpa
  • Bald mehr Einblick für den Betriebsarzt? Ein Referentenentwurf sieht vor, dass Betriebsärzte künftig auf die elektronische Patientenakte zugreifen können – Beschäftigte müssten aktiv widersprechen.
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ePA für Beschäftigte. Patienten können den Zugriff von Betriebsärzten auf die elektronische Patientenakte schon heute gezielt sperren. Genau das ist im Alltag wichtig, falls der Zugang zu sensiblen Befunden wie Diagnosen, psychotherapeutischen Unterlagen oder Klinikbriefen eingeschränkt werden soll.

Hintergrund ist ein Referentenentwurf für das Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen. Danach sollen Betriebsärzte künftig grundsätzlich auf die ePA zugreifen können, ohne dass Beschäftigte vorher zustimmen müssen. Anders als bisher wäre dann ein Widerspruch nötig.

Für Betroffene würde sich damit vor allem die Zugriffslogik ändern. Betriebsärzte könnten besser informiert sein und doppelte Untersuchungen eher vermeiden. Zugleich geht es um besonders sensible Gesundheitsdaten, etwa psychiatrische oder psychotherapeutische Befunde sowie Persönlichkeits- und IQ-Diagnostik.

Der Zugriff auf die ePA lässt sich schon jetzt begrenzen

Noch ist die Regelung nicht beschlossen. Unabhängig davon bleibt die ePA freiwillig. Patienten können der Nutzung widersprechen oder einzelnen Einrichtungen den Zugriff auf die Akte sperren.

Nach Angaben der Verbraucherzentrale ist das auf mehreren Wegen möglich.

  • über die ePA-App
  • über den ePA-Client am PC
  • über die Ombudsstelle der Krankenkasse

Kritik an den Plänen kommt unter anderem vom Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen. Der Verband sieht den Schutz sensibler Daten nicht ausreichend gewährleistet, etwa bei Fragen rund um Arbeitsplatzwechsel oder Wiedereingliederung.

Im Alltag bleibt damit vor allem entscheidend, dass Patienten den Zugang zur ePA selbst steuern können und geplante Änderungen genau beobachten sollten. dpa/red

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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