Entwarnung für Rheinland-Pfalz: Malaria-Risiko bleibt gering
- Das Malaria-Risiko ist am Flughafen Hahn Experten zufolge gering. (Archivbild)
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Rheinland-Pfalz. Für Menschen, die sich ausschließlich in Rheinland-Pfalz aufhalten, schätzt das Landesuntersuchungsamt das Malaria-Risiko derzeit als sehr gering ein. Nach den Fällen am Frankfurter Flughafen sei das aktuelle Expositionsrisiko auf das Umfeld des Airports konzentriert, teilte ein Sprecher mit.
Warum der Flughafen im Fokus steht
Eine direkte Übertragung kann den Angaben zufolge durch eingeschleppte, infizierte Mücken ausgelöst werden. Solche Mücken können etwa mit einem Flugzeug oder über Gepäck nach Deutschland gelangen und anschließend Menschen stechen. Relevant ist das Risiko vor allem in der Nähe großer Flughäfen, insbesondere für Beschäftigte im Vorfeld-, Fracht- oder Gepäckbereich.
Keine Übertragungskette in Rheinland-Pfalz erwartet
Für eine längerfristige Übertragung müssten heimische, geeignete Anopheles-Mücken den Erreger von einem infizierten Menschen aufnehmen und weitergeben. Dafür wären laut LUA ausreichend geeignete Mücken und über längere Zeit günstige Temperaturen nötig. Mit einer solchen Kette sei derzeit in Deutschland und Rheinland-Pfalz nicht zu rechnen.
Der Sprecher weist zugleich auf veränderte Bedingungen durch steigende Temperaturen hin. Mit zunehmender Wärme und längeren warmen Perioden könnten sich die Voraussetzungen für eine Übertragung von Malaria in Europa künftig verändern.
Flughafen Hahn mit geringerem Risiko
Vom Flughafen Hahn geht nach Einschätzung des Landesuntersuchungsamts ein geringeres Risiko für sogenannte Flughafenmalaria aus als von großen internationalen Flughäfen. Grund seien das deutlich geringere Flugaufkommen und die Flugverbindungen. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |