E-Scooter-Warnung in Homburg: Ärzte raten zum Helm
- Gerade bei jungen Menschen steigt die Zahl der Unfälle mit E-Scootern stark an. (Symbolbild)
- Foto: Jens Büttner/dpa
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Homburg. Für Familien kann eine Fahrt mit dem E-Scooter schnell gefährlich werden: Ärzte am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg warnen vor mehr schweren Verletzungen bei Kindern und Jugendlichen.
Deutschlandweit sei die Zahl der E-Scooter-Unfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden, im vergangenen Jahr um 38 Prozent gestiegen. Bei den 6- bis 18-Jährigen habe der Anstieg sogar 75 Prozent betragen, teilte das Klinikum mit. Die bisher am UKS registrierten Fälle deuteten darauf hin, dass diese Zahl im laufenden Jahr erneut übertroffen werde.
Welche Verletzungen Ärzte sehen
Die Kinderkliniken am UKS berichten von schweren und schwersten Verletzungen. Marc Remke, geschäftsführender Direktor der Kinderkliniken, nannte großflächige Wunden, Gelenkverletzungen, Organschäden und Schädelbrüche.
Besonders Kopfverletzungen bereiten den Medizinern Sorge. Johannes Bay, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin in der Notaufnahme am UKS, warnte, im schlimmsten Fall könne es zu einem Schädel-Hirn-Trauma mit erheblichen Folgeschäden kommen.
Was die Fahrt sicherer machen kann
Die Ärzte appellieren an Eltern, Schutzmaßnahmen mit Kindern und Jugendlichen zu besprechen. Dazu zählen vor allem:
- Helm tragen, um Kopfverletzungen und Schädelbrüchen vorzubeugen
- Protektoren nutzen, um Verletzungen bei Stürzen abzumildern
- Reflektoren verwenden, damit Fahrerinnen und Fahrer besser gesehen werden
- Regeln kennen und vor der Fahrt über Risiken eines Sturzes sprechen
Nach Einschätzung des Klinikums braucht es dringend mehr Schutz für junge Fahrerinnen und Fahrer, um weitere schwere Verletzungen und mögliche Todesfälle zu vermeiden. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |