E-Scooter legal kaufen: Diese Prüfung schützt vor Ärger

Keine Straßenzulassung ohne Versicherung: Wer einen E-Scooter im öffentlichen Verkehr ohne Versicherungskennzeichen fährt, riskiert saftige Strafen.  | Foto: dpa
  • Keine Straßenzulassung ohne Versicherung: Wer einen E-Scooter im öffentlichen Verkehr ohne Versicherungskennzeichen fährt, riskiert saftige Strafen.
  • Foto: dpa
  • hochgeladen von Cornelia Bauer

E-Scooter legal kaufen. Wer beim Online-Kauf auf ABE, Typenschild und Höchstgeschwindigkeit achtet, vermeidet Bußgelder, Versicherungsprobleme und im schlimmsten Fall sogar ein Strafverfahren. Darauf weist die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein hin, weil im Netz auch Modelle angeboten werden, die auf deutschen Straßen nicht gefahren werden dürfen.

Besonders bei günstigen E-Scootern aus dem Ausland lohnt ein genauer Blick. Fehlt die vom Kraftfahrt-Bundesamt erteilte Allgemeine Betriebserlaubnis, kurz ABE, ist keine Kfz-Haftpflichtversicherung möglich. Ohne ABE und Versicherung darf der Scooter nur auf Privatgrund fahren.

Ohne ABE drohen Bußgeld und Stilllegung

Auch das Typenschild ist ein wichtiger Hinweis darauf, dass ein E-Scooter in Deutschland zugelassen ist. Fehlt dieses Schild, spricht das gegen den Kauf. Kritisch sind zudem Modelle, die schneller als 20 km/h fahren. Sie gelten dann nicht mehr als Elektrokleinstfahrzeug. Dafür gelten andere rechtliche Anforderungen.

Nach Angaben der Verbraucherschützer kostet allein eine fehlende ABE 70 Euro Bußgeld. Hinzu kommt die Untersagung der Weiterfahrt im öffentlichen Straßenverkehr. Häufig werde der E-Scooter zudem von der Polizei beschlagnahmt.

CE-Zeichen und TÜV-Siegel reichen nicht aus

Ein CE-Kennzeichen oder ein TÜV-Siegel bedeutet nicht automatisch, dass der E-Scooter für den deutschen Straßenverkehr zugelassen ist. Beides steht nur dafür, dass grundlegende Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen nach EU-Vorgaben eingehalten werden.

Für den Kauf können außerdem diese Punkte helfen:

  • Der Hersteller oder Händler sollte innerhalb der EU erreichbar sein, falls es Probleme mit Lieferung, Defekten oder Reklamationen gibt.
  • Ein Blick ins europäische Safety-Gate-Portal kann sich lohnen. Dort werden gefährliche Produkte und Rückrufe veröffentlicht, etwa wegen Brandgefahr durch Akkus oder wegen Bremsmängeln.
  • Eine deutschsprachige Bedienungsanleitung erleichtert die Nutzung im Alltag und hilft, wenn es zu Störungen oder Unsicherheiten kommt.

Fehlt zusätzlich das vorgeschriebene Versicherungskennzeichen, kann der Fall strafrechtlich relevant werden. Dann drohen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe sowie Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg. Für den Alltag gilt damit vor allem ein einfacher Merksatz. Ein günstiger Online-Scooter ist nur dann ein guter Kauf, wenn er auch tatsächlich legal auf die Straße darf. dpa/red

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r
Kommentare sind deaktiviert.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.