E-Mail-Konto gehackt: Diese Schritte begrenzen den Schaden
- E-Mail-Konto gehackt? Ungewöhnliche Aktivitäten im Postfach: Auffällige Anmeldeversuche oder fremde Nachrichten deuten auf einen möglichen Hackerangriff hin.
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E-Mail-Konto gehackt. Fremde Bestellungen, geänderte Passwörter oder verschickte Nachrichten im eigenen Namen können die Folge sein. Wenn Kriminelle Zugriff auf ein Mail-Postfach bekommen, lässt sich der Schaden oft begrenzen, wenn Warnzeichen früh erkannt und schnell reagiert wird.
Viele Dienste melden ungewöhnliche Anmeldungen automatisch. Erscheint etwa eine Sicherheitsabfrage zu einem neuen Gerät, obwohl kein neues Smartphone oder Computer genutzt wurde, kann das ein Hinweis auf einen unbefugten Zugriff sein. Gelingt Kriminellen der Zugang zum Postfach, können sie darüber Passwörter anderer Onlinekonten zurücksetzen, Bestellungen auslösen oder persönliche Daten auslesen. Die Stiftung Warentest rät deshalb, typische Warnsignale ernst zu nehmen.
Typische Hinweise auf ein kompromittiertes Mailkonto
Mehrere Veränderungen im Konto können darauf hindeuten, dass Unbefugte Zugriff haben:
- Der Anbieter informiert über Änderungen im Konto, die nicht selbst vorgenommen wurden. Dazu zählen etwa neue Geräte oder geänderte Einstellungen.
- Im Postfach fallen Veränderungen auf, die nicht selbst ausgelöst wurden.
- Der Zugang zum eigenen Mailkonto funktioniert plötzlich nicht mehr.
- Auch der Zugang zu anderen Onlinekonten ist gesperrt, weil Passwörter geändert wurden.
- Im Ordner „Gesendet“ erscheinen Nachrichten, die nicht selbst verfasst wurden.
- Kontakte melden E-Mails, die angeblich vom eigenen Konto stammen.
E-Mail-Konto gehackt: Schnell handeln kann weiteren Schaden verhindern
Wer solche Hinweise bemerkt, sollte möglichst rasch den Mailanbieter kontaktieren und dessen Sicherheitsanweisungen folgen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt außerdem, Kontakte über mögliche betrügerische Nachrichten zu informieren. Wurde dasselbe Passwort auch bei anderen Diensten genutzt, sollten diese Zugänge ebenfalls geändert werden. Andernfalls können Angreifer über das Mailkonto weitere Accounts übernehmen.
Nach Angaben der Stiftung Warentest kann es zudem sinnvoll sein, den Vorfall bei der Polizei anzuzeigen. Für mögliche Ermittlungen helfen Screenshots von ungewöhnlichen Aktivitäten oder Nachrichten. Zusätzlich lässt sich der Identitätsbetrug der Schufa melden. Unternehmen, die dort eine Bonitätsprüfung durchführen, können so vor möglichen Betrugsversuchen gewarnt werden.
Im Alltag gilt ein kompromittiertes Mailkonto deshalb als besonders kritisch, weil darüber häufig der Zugang zu vielen weiteren Onlinekonten gesteuert wird. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |