Dreifachverglasung: Vorteile, Förderung und was im Altbau zählt

Dreifachverglasung bringt meist bessere Dämmwerte als Zweifachglas und kann Fördervoraussetzung sein. Im Altbau sollten Wanddämmung, Fensteranschluss und Lüftung zur Planung dazugehören. | Foto: (c) UNIGLAS
  • Dreifachverglasung bringt meist bessere Dämmwerte als Zweifachglas und kann Fördervoraussetzung sein. Im Altbau sollten Wanddämmung, Fensteranschluss und Lüftung zur Planung dazugehören.
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Dreifachverglasung Vorteile. In den meisten Fällen ist Dreifachverglasung die sinnvollere Wahl, weil sie Heizwärme besser im Haus hält und oft Voraussetzung für staatliche Förderung ist.

Gerade in Wohnungen und Häusern mit älteren Fenstern geht im Winter spürbar Wärme verloren, Räume fühlen sich zugig an und die Heizkosten steigen. Ein Fenstertausch ist dann eine vergleichsweise einfache Stellschraube, ohne gleich die ganze Heizung zu erneuern.

Der Verband Fenster + Fassade (VFF) ordnet die Entscheidung nach dem Baualter ein. Eine energetische Fenstersanierung gilt demnach besonders dann als wirtschaftlich, wenn Fenster vor 1995 eingebaut wurden. Neben dem Energiesparen können neue Fenster je nach Ausführung auch beim Schallschutz und beim sommerlichen Wärmeschutz Vorteile bringen, etwa mit Sonnenschutzglas.

Warum Dreifachverglasung oft die wirtschaftlichere Wahl ist

Im Neubau wird laut VFF heute fast durchgängig Dreifach-Isolierglas eingesetzt. Auch in der Sanierung spricht häufig die Rechnung dafür, weil bessere Dämmwerte erreichbar sind und sich dadurch Förderkriterien erfüllen lassen.

Der VFF verweist auf die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Für den Einbau oder Tausch von Fenstern werden dabei entweder ein Direktzuschuss von bis zu 20 Prozent genannt oder alternativ eine Steuerabschreibung von 20 Prozent der Kosten über drei Jahre.

Altbau: Gute Fenster, aber Wand und Lüftung mitdenken

Bei Dreifachverglasung im Altbau ist entscheidend, dass das Gesamtbild passt. Sind Außenwände nach einer Maßnahme schlechter gedämmt als die neuen Fenster, können kältere Wandflächen entstehen. Dort kann Feuchtigkeit aus der Raumluft kondensieren, was das Schimmelrisiko erhöht.

Der VFF nennt zwei Stellschrauben, um das zu vermeiden:

  • fachgerechter Fensteranschluss, damit keine Feuchteprobleme an Übergängen entstehen
  • passendes Lüftungskonzept, damit die Luftfeuchtigkeit im Alltag kontrollierbar bleibt

Für die Planung empfiehlt der Verband, Energieeffizienz-Experten oder Fenster-Fachbetriebe einzubeziehen, damit Dämmstandard, Anschlussdetails und Lüftung zusammenpassen.

Wann Zweifachverglasung sinnvoll sein kann

Zweifachverglasung kann laut VFF in Sonderfällen passen, weil sie leichter und dünner ist als Dreifachverglasung. Das spielt vor allem dort eine Rolle, wo der Rahmen bleiben soll und nur das Glas getauscht wird.

Als Beispiele nennt der VFF:

  • Teilsanierungen mit bestehendem Rahmen, bei denen nur ein Glastausch geplant ist
  • denkmalgeschützte Fenster, deren Rahmen nur für Einfachverglasung ausgelegt ist, hier können dünne Zweifachverglasungen eine Option sein

Der Verband weist außerdem darauf hin, dass Zweifachverglasungen mit Dünnglas und Vakuum-Isolierung Effizienzwerte erreichen können, die näher an sehr guten Lösungen liegen.

Woran sich gutes Fensterglas erkennen lässt

Fensterglas unterliegt in Europa strengen Vorgaben. Der VFF nennt zwei Orientierungen für Qualität:

  • CE-Kennzeichnung als verpflichtender Nachweis, dass geltende Anforderungen erfüllt sind
  • RAL-Gütezeichen als zusätzliches Qualitätsmerkmal, das über gesetzliche Anforderungen hinausgeht, unter anderem bei Materialüberwachung, Produktion, Genauigkeit der angegebenen Wärmedämmwerte und langfristiger Gebrauchstauglichkeit

Unterm Strich fällt die Entscheidung oft zugunsten der Dreifachverglasung aus, wenn Energieeffizienz, Förderfähigkeit und Wohnkomfort zusammen bewertet werden.

Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Autor:

Laura Lüttmann aus Neustadt/Weinstraße

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