Deutscher Fernsehpreis: Ibrahim Naber gewinnt für Ukraine-Einsatz
- Ibrahim Naber steht nach seiner Auszeichnung beim Deutschen Fernsehpreis im Mittelpunkt. Der WELT-Chefreporter wurde für seine Ukraine-Berichterstattung geehrt.
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Nachrichten. Der Journalist Ibrahim Naber hat den Deutschen Fernsehpreis gewonnen, für seine Berichterstattung aus der Ukraine. Ausgezeichnet wurde der WELT-Chefreporter am 9. September in der Kategorie „Beste Moderation / Einzelleistung Information“.
Seit Beginn der russischen Invasion 2022 berichtet Naber von umkämpften Frontlinien und über die zivilen Auswirkungen des Ausnahmezustands. Die Arbeit im Kriegsgebiet ist dabei dauerhaft mit Risiken verbunden.
Eine Auszeichnung für kontinuierliche Berichte aus dem Kriegsgebiet
In seiner Laudatio fand ZDF-Moderator Markus Lanz deutliche Worte: „Du hast mir erzählt, wie sich der Krieg verändert hat, wie sich der gesamte Charakter von Krieg verändert hat, was das mit uns als Gesellschaft macht. Du wärst dabei fast gestorben, du hast den Tod unmittelbar erlebt. [...] Die Antwort ist einfach: Weil im Krieg die Wahrheit als Erstes stirbt. Und es braucht Leute wie dich, die unkorrumpierbar, ohne große Show, ohne Theater erzählen, was ist. Auf beiden Seiten. Die unvoreingenommen berichten“, so Lanz.
Ein konkreter Einschnitt fällt in den Herbst 2025: Bei der Recherche wurden Naber, sein Produzent und sein Kameramann durch einen russischen Drohnenangriff verwundet. Der Vorfall unterstreicht, unter welchen Bedingungen viele Reportagen aus der Region entstehen.
Was Ibrahim Naber nach dem Preis sagt
Naber selbst bedankte sich nach der Auszeichnung und verwies auf die Teamleistung: „Ich bin unglaublich glücklich und dankbar für die Auszeichnung mit dem Deutschen Fernsehpreis. Diese Auszeichnung gilt auch der Redaktion und meinen ukrainischen Teamkollegen Ivan und Viktor, die bei unzähligen Fronttrips so viel für unsere Reportagen riskiert haben.
„Ich verstehe den Deutschen Fernsehpreis als Auftrag, mit unserer Berichterstattung weiterzumachen“, so Naber. Helge Fuhst, WELT-Chefredakteur, ordnete den Preis in den Kontext von Informationskrieg und verifizierter Recherche ein: „Wenn Desinformation und Verzerrung gezielt als Waffen eingesetzt werden, ist verifizierte Berichterstattung von der Front das korrektive Moment, für das es den Journalismus gibt. Ibrahim Naber und sein Team riskieren ihr Leben für Informationen und Klarheit, um den Menschen die Wahrheit in der Ukraine greifbar zu machen“, so Fuhst. [red]
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |