Der Tunnelkönig: Herrenknecht über Musk und die Blumenkübel
- Martin Herrenknecht: Am Gotthard-Basis-Tunnel steht er an einem Ort, der für seine Arbeit im Tunnelbau besonders prägend ist.
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Der Tunnelkönig - Herrenknecht verbindet die Welt. Martin Herrenknecht steht am 13. Juli gleich doppelt im SWR-Programm: Erst läuft das Porträt „Der Tunnelkönig - Herrenknecht verbindet die Welt“, danach folgt „Martin Herrenknecht - das große Interview“. Dabei geht es nicht nur um Tunnelbaumaschinen, sondern auch um Weltkrisen, privaten Alltag und einen Streit um 20 Blumenkübel in Schwanau.
Das Porträt begleitet den 84-Jährigen auf Baustellen am Gotthard und nach Paris und fragt, wie er aus einer auf eine Serviette gekritzelten Idee einen Weltkonzern aufgebaut hat. Außerdem thematisiert die Doku die wachsende Konkurrenz aus Asien und lässt Weggefährten aus 50 Jahren Unternehmensgeschichte zu Wort kommen.
Der Tunnelkönig - Herrenknecht verbindet die Welt: Sendetermin
„Der Tunnelkönig - Herrenknecht verbindet die Welt“ läuft am 13. Juli um 20.15 Uhr im SWR und in der ARD Mediathek. Direkt im Anschluss, um 21 Uhr, zeigt der SWR „Martin Herrenknecht - das große Interview“.
Im Interview spricht Herrenknecht mit SWR Moderatorin Jana Kübel bei ihm zuhause in Schwanau, genauer: in seinem Gästehaus. Und dort gäbe es für Elon Musk nach Herrenknechts Worten keinen Platz: „Das ist ein Blender! Bevor er ins Tunnelbau-Geschäft einsteigt, bau ich Raketen in Schwanau“, sagt der Tunnelbauer über Musks „Boring Company“.
Weltkrisen, Hormus und eine Idee mit Tunneln
Herrenknecht ist überzeugt, dass Tunnelbau auch bei großen geopolitischen Fragen eine Rolle spielen kann. „Wenn Sie überlegen, Hormus, das wird in fünf Jahren wieder kommen oder wir zahlen dann hohe Maut, dass wir mit den Schiffen durchkommen. Ich kann mir vorstellen, mit Tunneln könnten wir das lösen“, sagt er und berichtet von einem Projekt, das die Straße von Hormus umgehen ließe.
Ganz bodenständig wird es im gleichen Gespräch in Schwanau: 20 Blumenkübel haben einen Streit zwischen dem Unternehmer und der Gemeinde ausgelöst. Sie stehen als verkehrsberuhigende Maßnahme in einer Tempo-30-Zone, Herrenknecht ließ sie abräumen, nun sollen sie wieder aufgestellt werden.
Der Streit in Schwanau und ein Satz, der hängen bleibt
Herrenknecht kündigt an, das nicht einfach hinzunehmen: „Ich werde eine Aktion machen, da werden sie gucken, was sie machen im Gemeinderat“, sagt er. Und zur Frage, ob er polarisiert, fällt sein Kommentar klar aus: „Ist mir ***egal!“, so Herrenknecht. [red]
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |