Der automobile Mensch: Warum der Verkehr trotz Problemen weiter wächst

Der automobile Mensch: Die Dokumentation ordnet Ursachen und Folgen von zu viel Verkehr ein und zeigt Best Practices aus dem deutschsprachigen Raum. | Foto: Andrea Rehn PR
  • Der automobile Mensch: Die Dokumentation ordnet Ursachen und Folgen von zu viel Verkehr ein und zeigt Best Practices aus dem deutschsprachigen Raum.
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Der automobile Mensch. Mehr Autos, mehr Stau, mehr Emissionen, und trotzdem bleibt vieles beim Alten. Die Dokumentation von Stadtplaner und Filmemacher Reinhard Seiß schaut genau hin, warum der massenhafte Autoverkehr trotz aller bekannten Probleme weiter wächst.

Seiß beschreibt die Abhängigkeit von Pkw und Lkw als nicht zwangsläufig, sondern als gemacht und damit veränderbar. Der Film verbindet eine Analyse von Ursachen und Folgen von zu viel Verkehr mit Beispielen, wie Mobilität auch anders funktionieren kann.

Der automobile Mensch: In sechs Stunden durch das „System Auto“

Die Doppel-DVD umfasst 373 Minuten und gliedert sich in 52 Kapitel, zusätzlich gibt es eine 90-minütige Kino-Fassung. Inhaltlich geht es um räumliche, ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Seiten des Verkehrsgeschehens, inklusive der direkten und indirekten Treiber des „Systems Auto“.

Genannt werden dabei unter anderem Entscheidungsträger und Profiteure aus Politik und Wirtschaft, rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen unserer Mobilität sowie Defizite in Städtebau und Siedlungsentwicklung. Der Film zeigt außerdem, wie politischer Opportunismus, wirtschaftliches Lobbying, Technologiegläubigkeit und Wachstumsfixierung eine Wende verhindern.

Best Practices aus dem deutschsprachigen Raum

Konkrete Gegenbeispiele kommen aus dem gesamten deutschen Sprachraum, mit Stationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, außerdem in Luxemburg, Liechtenstein und Südtirol. Seiß will damit belegen, dass Wirtschaft und Bevölkerung auch mit deutlich weniger Autos auskommen können.

Die Dokumentation liegt neben Deutsch auch als englische und französische Synchronfassung vor. Bei internationalen Filmfestivals in Europa, den USA und Asien erhielt der Film seit seinem Erscheinen Preise.

Trailer und Kino-Version zum Nachschauen

Wer vorab einen Eindruck möchte, findet den Trailer online unter YouTube. Weitere Infos zum Film stehen unter urbanplus.at. [red]

Autor:

Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern

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