Deine Stimme, dein Gesicht, dein Geld: So nutzen Betrüger KI für neue Maschen

Täuschend echte Stimmen und Bilder: KI erleichtert es Betrügern, an Geld und Daten zu gelangen. Ein Familienkennwort und Vorsicht am Telefon können helfen. (Symbolbild) | Foto: Alina Grünky/dpa
  • Täuschend echte Stimmen und Bilder: KI erleichtert es Betrügern, an Geld und Daten zu gelangen. Ein Familienkennwort und Vorsicht am Telefon können helfen. (Symbolbild)
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Rheinland-Pfalz. KI-gestützte Betrugsmaschen können im Alltag schneller zu Geldverlust und Datendiebstahl führen: Darauf weisen das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hin.

Künstliche Intelligenz mache bekannte Betrugsformen deutlich glaubwürdiger. Stimmen, Bilder und Videos ließen sich täuschend echt erzeugen. So könnten Täter leichter an Geld oder sensible Daten gelangen.

Woran Betrugsversuche erkannt werden können

Die Bandbreite reicht nach Angaben der Behörden von künstlichen Identitäten auf Datingplattformen bis zu Phishing-Nachrichten und angeblichen Notrufen von Angehörigen. Auch Erpressungsversuche mit manipulierten Nacktbildern träfen vor allem junge Menschen.

Mit KI können Kriminelle schon aus kurzen Sprachnachrichten eine Stimme nachahmen. Zudem lassen sich Deepfake-Videos bekannter Personen erstellen, die etwa für eine vermeintlich sichere Geldanlage werben.

Diese Schritte empfehlen LKA und Verbraucherzentrale

  • Ruhe bewahren und keinen Druck aufkommen lassen
  • Telefonate im Zweifel beenden und die betroffene Person über eine bekannte Nummer selbst kontaktieren
  • Keine sensiblen Daten, Passwörter oder Zugangsdaten weitergeben
  • Geld erst überweisen, wenn Angaben unabhängig geprüft wurden
  • In der Familie ein Notfallkennwort vereinbaren
  • Persönliche Informationen, Fotos, Videos und Sprachaufnahmen in sozialen Medien nur sparsam teilen

Polizei testet Technik gegen Deepfakes

Bei Betrugsverdacht kann Anzeige bei der Polizei erstattet werden. Die Polizei erprobt derzeit auch einen KI-basierten „Deepfake Detector“. Das System soll bei der Analyse künstlich erzeugter Bilder helfen und digitale Ermittlungen verbessern. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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