Dachsanierung mit Photovoltaik: Wann integrierte Module sich lohnen
- Photovoltaik als integrierte Lösung bei der Dachsanierung, besonders bei der Erneuerung alter Dacheindeckungen.
- Foto: Rathscheck Schiefer/ideemedia
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Photovoltaik Dachsanierung. Wer ein Dach ohnehin erneuern muss, kann Photovoltaik oft wirtschaftlicher einplanen, weil Montagearbeiten gebündelt werden und integrierte Solarmodule Teile der Dacheindeckung ersetzen können.
Gerade bei älteren Dächern mit asbesthaltigen Platten ist die Dachsanierung häufig der Zeitpunkt, an dem die Entscheidung für Solarstrom am meisten Einfluss auf Kosten und Optik hat. Das Ziel ist weniger maximale Einspeisung, sondern ein planbarer Eigenverbrauch, der die laufenden Stromkosten spürbar abfedern kann.
Als Quelle nennt Rathscheck Schiefer aus Mayen für solche Fälle vor allem integrierte Systeme, bei denen Solarelemente nahezu flächenbündig in eine Schieferdeckung eingebunden werden. Der Vorteil aus Sicht vieler Bauherren ist die Kombination aus Dachhaut und Stromerzeugung ohne zusätzliche Aufbauten.
Warum Photovoltaik bei einer Asbestsanierung finanziell interessanter werden kann
Bei einer Sanierung von asbesthaltigen Dachplatten wird die alte Eindeckung ohnehin entfernt. Nach Angaben aus dem Rathscheck-Schiefer-Beitrag kann eine intakte Holz-Unterkonstruktion dabei häufig erhalten bleiben, was die Sanierungskosten senken kann.
Wirtschaftlich entscheidend ist außerdem der Montageablauf. Wenn Solarmodule zusammen mit der neuen Dacheindeckung in einem Arbeitsgang installiert werden, entfallen in den Modulbereichen Kosten, die bei einer klassischen Dacheindeckung zusätzlich anfallen würden. Das verändert nicht die Preise der Solartechnik selbst, kann aber die Gesamtrechnung der Dachmaßnahme spürbar beeinflussen.
Wichtig für die Einordnung: Ob sich das im konkreten Haus rechnet, hängt vor allem von Dachform, benötigter Dachfläche, Gerüst, Elektroarbeiten, Anschluss und dem Stromverbrauchsprofil im Alltag ab.
Welche Anlagengröße im Alltag oft passt und worauf es ankommt
Als praxisnahe Größenordnung nennt Rathscheck-Solar-Experte Heiko Schultz Photovoltaik mit fünf bis zehn Kilowatt-Peak auf Einfamilienhäusern. Der finanzielle Nutzen entsteht dabei vor allem über den Eigenverbrauch, weil eingespeister Strom in der Regel weniger einbringt als selbst genutzter.
Typische Situationen, in denen der Eigenverbrauch steigt, sind laut Schultz:
- Laden eines E-Autos mit selbst erzeugtem Strom.
- Betrieb einer Wärmepumpe mit hohem Strombedarf.
- Energiemanagement, das Haushaltsgeräte gezielt in sonnenreiche Stunden verschiebt.
- Zusätzlicher Batteriespeicher, um Solarstrom zeitversetzt zu nutzen.
Der Beitrag ordnet außerdem ein, dass kleine Anlagen auch ohne Subventionen wirtschaftlich betrieben werden können, wenn der Eigenverbrauch hoch genug ist. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass sich Rahmenbedingungen bei der Einspeisevergütung politisch ändern können. Wer eine Anlage installiert, erhält die dann gültigen Konditionen für den überschüssigen Strom.
Optik und Lebensdauer: Integrierte Module statt aufgesetzter Aufbauten
Integrierte Photovoltaik wird als Lösung beschrieben, die ohne störende Aufbauten auskommt und sich optisch ruhiger in die Dachfläche einfügt. Als Beispiel wird die Kombination aus rechteckigen Schiefersteinen und großflächigen Photovoltaikelementen genannt.
Zusätzlich verweist Rathscheck Schiefer auf eine neue, material- und montageoptimierte Schieferdeckung, in die Photovoltaikelemente ebenfalls eingebunden werden können. Für die Alltagsentscheidung bleibt die Kernfrage jedoch gleich: Wenn ein Dach sowieso erneuert wird, kann das gemeinsame Planen von Dach und Solarstrom die Gesamtkosten und die spätere Nutzung deutlich verbessern.
Autor:Meike Jakob aus Landau |