Brot länger frisch halten: So bremst Sommerhitze Schimmel aus
- Im Brotkasten, in der Bäckertüte oder im Kühlschrank? So wird frisches Brot im Sommer am besten gelagert.
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Brot länger frisch halten. Bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit schimmelt Brot oft schneller. Wer kleinere Mengen kauft und Brot passend lagert, kann Schimmel vorbeugen und die Frische länger erhalten.
Vor allem im Sommer zeigt Brot teils schon kurz nach dem Kauf weißliche, bläuliche, grünliche oder watteartige Flecken. Nach Angaben des Bundeszentrums für Ernährung, kurz BZfE, helfen vor allem die richtige Brotsorte, ein geeigneter Aufbewahrungsort und eine Lagerung, die zur geplanten Verzehrdauer passt.
Welche Brote länger frisch bleiben
Für die Haltbarkeit spielt die Brotsorte eine wichtige Rolle. Roggen- und Vollkornbrote bleiben meist länger frisch. Je höher der Weizenmehlanteil, desto schneller wird Brot trocken und hart. Sauerteigbrote gelten zudem als haltbarer als Hefebrote.
Frisches Brot lagert am besten bei gleichmäßiger Zimmertemperatur, trocken und lichtgeschützt. Ist absehbar, dass es schnell aufgebraucht wird, kann es in der Bäckertüte bleiben. Das erhält die Kruste. Wird das Brot aufrecht auf die Schnittfläche gestellt, bleibt es innen länger saftig.
Brotkasten, Kühlschrank und Tiefkühlfach richtig nutzen
Für eine längere Lagerung eignen sich dicht schließende Brotkästen oder Brottöpfe aus Steingut oder Keramik. Um Schimmel vorzubeugen, sollte der Brotkasten alle ein bis zwei Wochen mit Essigwasser gereinigt und anschließend gründlich getrocknet werden.
In den Kühlschrank gehört Brot grundsätzlich nicht, weil es dort schneller altbacken wird und an Geschmack verliert. Bei schwülheißem Wetter kann diese Lagerung laut BZfE aber kurzfristig sinnvoll sein, vor allem bei hellen Brotsorten und Toastbrot, um Schimmelbildung zu bremsen.
Wenn Brot länger aufbewahrt werden soll, empfiehlt sich das Einfrieren möglichst direkt nach dem Kauf und am besten bereits in Scheiben geschnitten. So hält es sich ein bis drei Monate. «Bei Bedarf werden die Scheiben über Nacht bei Raumtemperatur aufgetaut oder können noch gefrostet direkt im Toaster knusprig geröstet werden», rät BZfE-Expertin Julia Seeher. Falls dabei am Brot Eiskristalle kleben, vorher abklopfen, um Wasser vom Toaster fernzuhalten.
Bei sichtbarem Schimmel muss der ganze Laib weg
Sind auf dem Brot bereits weiße, bläuliche oder grünliche Flecken zu sehen, haben sich Schimmelpilze entwickelt. Besonders verpacktes Schnittbrot ist dafür anfällig. Das BZfE erklärt den Grund damit, dass schon beim Schneiden Schimmelsporen leichter auf die Krume gelangen. Die luftdichte Verpackung begünstigt dann bei feuchter Wärme das Wachstum.
Verschimmelte Stellen einfach abzuschneiden, reicht nicht aus. Schimmelpilze und die von ihnen gebildeten Giftstoffe können sich unsichtbar im Inneren des Brotes ausbreiten. Deshalb sollte ein betroffener Laib komplett entsorgt werden.
Hartes Brot ist oft noch zu gebrauchen
Ist Brot nur trocken und hart geworden, muss es nicht in den Müll. Seeher empfiehlt, daraus Paniermehl, Croûtons oder Brotchips zu machen. Auch für Brotsuppe, Brotsalat oder Brotauflauf eignet es sich. «Einzelne Scheiben schmecken aber auch als Bruschetta oder mit Gemüse und Käse überbacken aus dem Ofen», lautet Seehers Tipp.
Gerade im Sommer macht die passende Lagerung im Alltag den Unterschied zwischen länger frischem Brot und einem Laib, der vorzeitig im Müll landet. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |